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Lokales

23. November 2017 | 03:07 Uhr

Info-Punkt: Hier stellt sich Rostock vor

vom

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erstellt am 20.Jan.2011 | 10:08 Uhr

Stadtmitte | Am Rostocker Universitätsplatz soll ein neues Informations-, Kommunikations- und Servicezentrum entstehen. Das hat die Tourismuszentrale jetzt bekannt gegeben. Derzeit läuft in dem Raum unter dem Barocksaal noch der Innenausbau. Doch schon in diesem Sommer sollen dort Gäste und Einheimische ein und aus gehen. Es soll ein Punkt werden, an dem sie Auskunft über die Stadt bekommen. Ein Punkt, mit dem sie sich identifizieren. "So etwas fehlt noch im unmittelbaren Stadtkern", sagt Holger Bellgardt, Leiter des Hanse Sail Büros, der das Projekt betreut. "Das wird Rostock gut zu Gesicht stehen."

Mit modernster Technik ausgestattet soll das Zentrum Unternehmen wie Scandlines und Aida, deren Namen eng mit Rostock verknüpft sind, eine Plattform bieten, um sich zu präsentieren. Denkbar seien zum Beispiel kleine Videos und interaktive Elemente, sagt Bellgardt. Erste Gespräche mit Firmen habe es bereits gegeben, die Resonanz sei positiv. Darüber hinaus sei geplant, dass Besucher im Rostock-Punkt, wie er genannt wird, Artikel erwerben können. "Beispielsweise soll es dort Hanse-Sail-T-Shirts geben", sagt der Projektmanager. Außerdem hält er es für möglich, Theaterkarten oder Tickets für die Fähre nach Gedser zu verkaufen. "Und abends könnte der Raum dann für Veranstaltungen genutzt werden", sagt Bellgardt. Zum Beispiel für den Hafenstammtisch, für Seminare oder für öffentliche Podiumsdiskussionen.

Zugang zu der rund 150 Quadratmeter großen Fläche im Erdgeschoss des Erweiterungsbaus vom Herzoglichen Palais sollen Gäste künftig über die alte Freitreppe haben. Zudem ist ein behindertengerechter Zugang auf der Rückseite des Gebäudes geplant. Nachdem der Raum selbst innen schon entkernt wurde, laufen nun die Ausschreibungen für den Fußboden, die Türen und die Wände. "Wir brauchen noch anderthalb Monate", sagt Sigrid Hecht, Leiterin des Eigenbetriebs Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung der Hansestadt Rostock (KOE), der für die Sanierung und die Vermietung zuständig ist. Letzter Nutzer der Fläche, bevor diese vor einigen Jahren aus baurechtlichen Gründen abgesperrt werden musste, sei die Universität gewesen. Und bis Anfang der 60er-Jahre habe sich im Erdgeschoss ein Stadtcafé befunden, das ein Treffpunkt für Verliebte oder für Studenten war.

Dass in dem historischen Gebäude nun ein Informations-, Kommunikations- und Servicezentrum entsteht, stößt nicht nur auf Zustimmung. Ein Punkt, an dem sich Unternehmen darstellen können - "ich glaube nicht, dass das originäre Aufgabe der Stadt ist", sagt Thomas Asendorf (FDP). Eine solche Nutzung werde der Bedeutung dieses Standorts, der einer der zentralsten in der ganzen Stadt sei, nicht gerecht. Da müsse eine grundsätzliche Entscheidung getroffen werden. "Wir können für Touristen und Bürger mehr erreichen, wenn wir dort etwas Produktives hinsetzen", sagt Asendorf. Auch Uwe Flachsmeyer (Die Grünen) hat noch Vorbehalte bezüglich des neuen Zentrums. Aber er sagt: "Wenn es ein qualitativ hochwertiger Anlaufpunkt wird, ist das gut." Ebenso fordert er, dass der Rostock-Punkt Einnahmen bringt. Seiner Ansicht nach sollte die Tourismuszentrale eine marktübliche Miete zahlen und diese zum Beispiel über Sponsoring refinanzieren. Wie viel das Projekt kosten wird, sei derzeit noch nicht klar, sagt Bellgardt. Die Planungsphase sei noch nicht abgeschlossen. Doch überzeugt davon ist er schon jetzt. Vielleicht schaffe es der Rostock-Punkt ja sogar, Stolz und Zuversicht zu vermitteln.

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