In zwei Wochen spukt es gigantisch

Die eindrucksvolle Fassade der größten mobilen Geisterbahn der Welt dürfte auch in Parchim für Aufsehen sorgen.Veranstalter
Die eindrucksvolle Fassade der größten mobilen Geisterbahn der Welt dürfte auch in Parchim für Aufsehen sorgen.Veranstalter

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23. Oktober 2010, 01:57 Uhr

Parchim | Zu den rund 450 Schaustellern, die sich vor Monaten für eine Teilnahme am diesjährigen Martinimarkt in Parchim beworben haben, gehörte auch der in Berlin geborene Martin Blume. Und er bekam den Zuschlag für eine Attraktion der Extraklasse. In wenigen Tagen beginnt der Aufbau des "Daemonium". Dabei handelt es sich um die größte mobile Geisterbahn der Welt. Die Betreiber versprechen: "Wir versetzen mit unserem ,House of Paranoia die Festbesucher in eine neue Dimension des Grauens". Auf vier Etagen erwarten Geister die Mutigen und verbreiten Angst und Schrecken. Die Konstrukteure der 36 Meter breiten, 20 Meter langen und 23 Meter hohen Geisterbahn, die ein Gesamtgewicht von rund 100 Tonnen auf die Waage bringt, machen auf "unglaubliche und noch nie dagewesene Gruseleffekte dank modernster High Tech" neugierig. Aber auch Akteure aus Fleisch und Blut werden für jede Menge Spuk sorgen.

Im Inneren werden die Gäste in Personenaufzügen mit vier zusammenhängenden und drehbaren Gondeln transportiert. Bei ihrer Fahrt durch das Geisterhaus werden sie von Kreaturen des Bösen umgeben. Und die Besucher erleben im Daemonium alle Effekte und Gruselszenarien ausschließlich frontal. Möglich macht es die elektronische Steuerung. "Wichtig ist uns, dass alles Spaß macht. Gewaltverherrlichung lehnen wir ab", stellt Martin Blume klar. Und die Sicherheit hat Priorität. Der TÜV München hat das Daemonium gründlich unter die Lupe genommen. Bis zu 2000 Personen können das Geisterhaus pro Stunde besuchen. Mit zehn Spezialtransportern wird das zerlegte Geisterhaus nach Parchim transportiert. Martin Blume war bereits mit kleineren Geisterbahnen auf dem Martinimarkt. Der 47-Jährige stammt aus einer altbekannten Schaustellerfamilie. Bereits als Siebenjähriger hat er als jüngster Steilwandartist aller Zeiten für Schlagzeilen gesorgt. 1979 schaffte er es mit einem Weltrekord als Artist ins Guinness-Buch der Rekorde. Vor 30 Jahren hat Martin Blume die Steilwandshow "The Motor Cowboys" von seinen Eltern übernommen. 1981 hat der damals 18-Jährige eine eigene Firma gegründet und wurde Mitglied im Deutschen Schaustellerbund.

Auf dem Festplatz an der Bergstraße wurden inzwischen die Stellplätze für die 81 Fahrgeschäfte eingemessen. In den kommenden Tagen rollen die Schausteller mit Lastzügen an, damit zur Eröffnung am 5. November alles pünktlich fertig ist. Dann steht für vier Tage der Spaß auf dem Jahrmarkt im Mittelpunkt.

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