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Lokales

23. Oktober 2017 | 11:45 Uhr

In Perleberg noch keine Bafög-Anträge

vom

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erstellt am 04.Aug.2010 | 08:05 Uhr

Perleberg | Am 23. August beginnt das neue Schuljahr in Brandenburg. Erstmalig können dann Schüler aus einkommensschwachen Familien, die das Abitur oder die Fachhochschulreife anstreben, Schülerbafög beantragen. Das neue brandenburgische Ausbildungsförderungsgesetz macht das möglich.

Im Landkreis Prignitz gibt es schon erste Anfragen dazu, weiß Barbara Nieß, zuständig für die Schulverwaltung. "Allerdings haben wir die Namen mit Adressen und Telefonnummern erst einmal in einer Liste notiert, denn noch liegen keine Antragsformulare vor", erklärt sie die aktuelle Situation. Die beiden Mitarbeiterinnen, die die Prignitzer Anträge bearbeiten werden, seien bislang auch nicht entsprechend geschult. "Am 16. August werden sie in Potsdam mit der Software vertraut gemacht", so Barbara Nieß. Ab dem 16. August sollen laut Mitteilung des Potsdamer Bildungsministeriums die Bafög-Anträge im Internet abrufbar und auch bei den zuständigen Ämtern der Landkreise und kreisfreien Städte erhältlich sein. Die Perleberger Schulverwaltung rät deshalb, erst dann nachzufragen.

Brandenburg will die Ausbildungsförderung schrittweise einführen. Das heißt, dass ab dem Schuljahr 2010/2011, das am 23. August beginnt, nur Schülerinnen und Schüler Anträge stellen können, die erstmals die Jahrgangsstufe 11 der gymnasialen Oberstufe oder das erste Schuljahr der zweijährigen Bildungsgänge der Fachoberschule besuchen. Im darauf folgenden Schuljahr werde die Ausbildungsförderung zunächst in der Jahrgangsstufe 12 der Oberstufe und dem zweiten Schuljahr der Fachoberschule sowie ein weiteres Jahr später im Schuljahr 2012/13 auch in der Jahrgangsstufe 13 der Gesamtschule und des Beruflichen Gymnasiums gewährt. Voraussetzung für den Erhalt der Unterstützung ist der Besuch einer gymnasialen Oberstufe oder eines zweijährigen Bildungsganges zum Erwerb der Fachhochschulreife in Vollzeitform. Außerdem müssen die Schülerinnen und Schüler ihren ständigen Wohnsitz im Land Brandenburg haben und eine finanzielle Bedürftigkeit nachweisen.

Finanziell bedürftig sind nach Aussage des Bildungsministeriums Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder anderen Hilfen für den Lebensunterhalt sowie Familien mit geringem Einkommen. Als Faustregel gelte, dass ein Förderanspruch dann besteht, wenn in einem Haushalt mit einem Kind unter 18 Jahren das monatliche Nettoeinkommen nicht höher als ca. 2000 Euro und in einem Haushalt mit zwei Kindern unter 18 Jahren nicht höher als ca. 2500 Euro liegt.

Die Anträge für die Förderung ab August 2010 müssen bis zum 30. September gestellt werden. Die Auszahlung erfolge laut Wissenschaftsstaatssekretär Martin Gorholt "voraussichtlich bereits Ende September".

Wie hoch der Bedarf in der Prignitz liegt, lasse sich derzeit nicht einschätzen, erklärt Barbara Nieß.

Schülerbafög

Für den Landkreis Prignitz bearbeiten Daniela Mattick und Franziska Piltz die Schülerbafög-Anträge.
Ihre Sprechzeiten sind dienstags von 9 bis 12 und 13.30 bis 17.30 Uhr, donnerstags von 9 bis 12 und 13.30 bis 16.30 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr. Telefonisch erreichbar sind sie unter 03876/713742 oder 713746.

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