In diesem Jahr schon vier Unfälle mit Motorrädern

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21. April 2011, 01:57 Uhr

Amt neuhaus | Schon vier Unfälle mit Motorrädern sind in diesem Frühjahr auf den Straßen des Amtes Neuhaus passiert, zwei am vergangen Sonntag und zwei am Sonntag davor. Die Bilanz: zwei Leichtverletzte, ein Schwerverletzter (als schwerverletzt gilt bereits, wer mehr als 24 Stunden im Krankenhaus zubringt)und ein lebensgefährlich Verletzter. "Das waren alles Fahrfehler", erläutert Polizeikommissar Diethard Saloga von der Polizeistation Neuhaus. "Das erleben wir in jedem Frühjahr neu." Er befürchtet, dass die gute Statistik aus dem vergangenen Jahr, was die Unfälle mit Motorrädern angeht, wohl in diesem Jahr nicht zu halten ist. In 2010 ereigneten sich insgesamt sechs Unfälle mit vier leicht- und zwei schwerverletzten Motorradfahrern. Das sei aber im Vergleich zu den Vorjahren, wo oft mehrere Tote zu beklagen gewesen seien, trotzdem eine große Verbesserung. So starben im Jahr 2007 drei Motorradfahrer auf den Straßen im Amt Neuhaus, neun wurden schwer verletzt. Saloga führt das auf das Maßnahmenbündel zurück, dass neben baulichen Veränderungen an den Straßen auch Aufklärungsaktionen und häufige Geschwindigkeitsmessungen beinhaltete.

Die Motorradfahrer nehmen im Gespräch mit der Polizei über das Verkehrsunfallgeschehen und die Straftaten im Amt Neuhaus immer einen großen Raum ein, denn die Saison über kommen Tausende von ihnen ins Amt, um sich hier in die vielen Kurven zu legen. Für die Anwohner an der B 195 jedes Jahr wieder ein großes Ärgernis, aber eine Bundesstraße kann man nicht so einfach sperren, wie der Polizeikommissar anmerkte. Vielleicht ginge das mit Landes- und Kreisstraßen an der Elbe entlang, auf die auch immer mehr Fahrer ausweichen.

Insgesamt hatten sich im vergangenen Jahr 106 Unfälle ereignet, davon tragischerweise einer mit tödlichem Ausgang für den Fahrer. Mehr als die Hälfte davon waren Wildunfälle.

Die Straftaten waren im Jahr 2010 stark rückläufig. Diebstähle gingen von 101 im Jahr 2009 auf 43 zurück, schwere Diebstähle von 51 auf elf, Körperverletzungen von zehn auf sechs und Sachbeschädigungen von 29 auf 22. "Wir hatten mehrere Fälle von Sachbeschädigungen und Vandalismus auf dem Friedhof und bei den Schulen. Das sind meist Kinder und Jugendliche, wir haben da mehrere Tatverdächtige." Mit den rückläufigen Zahlen bei den Straftaten liegt das Amt Neuhaus im niedersächsischen Trend. Besser als der Durchschnitt sind die Neuhauser Polizisten, zu denen neben Diethard Saloga noch Lars Hufnagel und André Hörtelmann gehören, bei der Aufklärung der Straftaten. Sie erreichten eine Aufklärungsquote von 62 Prozent, in der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen lag die Quote bei 60, 2 Prozent.

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