In Boizenburg wächst ein Stück der Hamburger Hochbahn

Dietmar Kreiss
Dietmar Kreiss

svz.de von
28. Juli 2010, 06:16 Uhr

Boizenburg | Auf dem Gelände der ehemaligen Elbewerft entsteht ein stählerner Koloss. Das imposante Bauwerk hat ein stattliches Gesamtgewicht von etwa 670 Tonnen, ist acht Meter breit, fünf Meter hoch und alles in allem 180 Meter lang. Bis zu zehn Schweißer und Schlosser arbeiten seit Januar dieses Jahres an diesem Auftrag der Hamburger Hochbahn AG. Das 1911 gegründete Unternehmen betreibt in der Hansestadt öffentlichen Personennahverkehr mit Bussen und U-Bahnen sowie in mehreren Bundesländern Regionalbahnstrecken. Es beschäftigt rund 4300 Mitarbeiter und befördert jährlich fast 370 Millionen Fahrgäste mit ihren Bussen und Bahnen. Dazu gehören drei U-Bahn-Linien mit einer Länge von 100,7 Kilometern sowie 108 Buslinien mit einer Streckenlänge von 766,5 Kilometern. Derzeit erneuert sie einen Teil ihres Streckennetzes. Die bauausführende Stahlbau Dessau GmbH & Co.KG liegt bei diesem Auftrag der für sie ein Volumen von um die sechs Millionen Euro hat, gut im Plan, sagt Baubereichsleiter Klaus Scheffler. Dass die Tochter der Heinrich-Rönner-Gruppe das Projekt in Boizenburg verwirklicht, wo sich mit der Brenn- und Verformtechnik GmbH eine weitere Tochter des Familienunternehmens befindet, liegt an verschiedenen Vorzügen. Einerseits, so erklärte Scheffler im Gespräch mit unserer Redaktion, sei hier ausreichend Platz, um die Segmente zusammen zu bauen und mit der endgültigen Korrosionsschutzschicht zu versehen. Andererseits ließe sich in Boizenburg die logistische Herausforderung des Transportes lösen. Das erfolgt Mitte August mit Hilfe von so genannten Schubleichtern. Fünf dieser Teile werden sich dann im Verband mit ihrer tonnenschweren Fracht elbabwärts auf den Weg in Richtung Hamburg machen.

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