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80 000 Euro Fördergelder für Blühstreifen an Landwirte ausgezahlt : Immer mehr Bauern bieten Bienen Blütenpracht

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Nach anfänglichen Startschwierigkeiten nehmen die Landwirte in der Region das Förderprogramm zur Anlage von Blühflächen oder -streifen mittlerweile gut an, informiert Hans-Joachim Meier, Leiter des StALU MM.

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erstellt am 27.Jun.2011 | 06:43 Uhr

Güstrow | Nach anfänglichen Startschwierigkeiten nehmen die Landwirte in der Region das Förderprogramm zur Anlage von Blühflächen oder -streifen mittlerweile gut an, informiert Hans-Joachim Meier, Leiter des Staatliche Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM). Beteiligten sich 2009 nur 60 Landwirte aus den Landkreisen Güstrow und Bad Doberan an dieser Maßnahme, wuchs ihre Zahl vergangenes Jahr bereits auf 80. In diesem Jahr kamen bisher 14 Landwirte hinzu. "Mit diesem Förderprogramm des Landes wird das nachhaltige Zusammenwirken von Naturschutz und Landwirtschaft deutlich unterstützt", so Meier. Mit den Blühstreifen an ihren Äckern sollen die Landwirte den in Mecklenburg-Vorpommern bedrohten Bienen einen neuen Lebensraum bieten.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt seit 2009 Landwirten Fördergelder für die Anlagen von Blühflächen aus verschiedenen standortangepassten Blütenpflanzenarten zur Nutzung als Bienenweide sowie für andere Nützlinge. Gleichzeitig sollen damit Schutz-, Brut- und Rückzugsflächen für Wildtiere geschaffen werden. So haben seit 2009 insgesamt 94 Landwirte in der Region auf rund 150 Hektar Bienenweiden angebaut. Das sind maximal zwei Hektar pro Betrieb. Jährlich zum 1. Juli erhalten diese Bauern für ihr Engagement über das StALU MM die Fördermittel ausgezahlt. In diesem Jahr stehen dafür 80 000 Euro zur Verfügung.

Matthias Hantel, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Güs trow, unterstützt das Blühstreifen-Programm: "Der Landwirt hat nicht nur Verantwortung für seinen eigenen Betrieb, sondern auch für die gesamte Natur." Der Landwirt aus Alt Sührkow hat in seinen drei voneinander getrennten Betrieben insgesamt sechs Hektar Blühflächen angelegt. Er will Landwirtschaft und Bienenschutz in Einklang bringen. Rund 540 Euro bekommt er pro Hektar und Jahr für die Blühflächen. "Hier können Bauern auch Flächen nutzen, die für die Produktion unrentabel sind", sagt er.

Doch Matthias Hantel sieht auch Probleme beim Förderprogramm "Blühstreifen". "Die vorgeschriebene Fläche ist auf zwei Hektar pro Betrieb begrenzt. Zudem muss der Landwirt einen Vertrag mit einem Imker schließen", erklärt er. Doch es gebe immer weniger Imker im Land. Die zu verwendende Blühmischung ist zudem vorgeschrieben, der Landwirt kann nicht selbst etwas zusammenmischen. Die Mischung muss jedes Jahr neu ausgesät werden.

Um zu überleben sind Honigbienen auf ein vielfältiges Blütenangebot in der Landschaft angewiesen. Honigbienen sind wichtige Bestäuber vieler Wild- und Kulturpflanzen. Beispielsweise kann der Rapsertrag um 15 bis 30 Prozent erhöht werden, wenn die Pflanzen von Bienen bestäubt werden.

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