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Lokales

22. Oktober 2017 | 12:14 Uhr

Im Seebad sind die Kitas ausgebucht

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erstellt am 23.Sep.2010 | 07:45 Uhr

Warnemünde | Einen Platz in einer der drei Warnemünder Kindertagesstätten zu bekommen, ist derzeit fast wie ein Sechser im Lotto. Die Warteliste in der Kita "Strandmuschel", deren Träger die Volkssolidarität ist, reicht beispielsweise bis in das Jahr 2014. "Ich musste hier schon weinende Muttis, die wieder arbeiten gehen wollten, trösten. Doch unsere Kapazität ist erschöpft. Räumliche Erweiterungen sind leider nicht möglich", sagt Sylke Fitze. Die Leiterin der Einrichtung hatte schon einen Ausbau des Dachs in Erwägung gezogen, doch die dahin führende Treppe wäre für Kinder zu gefährlich.

"Jede Ecke unseres Hauses ist unseren 78 Mädchen und Jungen vorbehalten. Einen Extra-Raum für die acht Erzieher, die Küchen- und die Reinigungskraft oder den Hausmeister gibt es nicht", sagt Fitze, die schon Schwangeren rät, sich rechtzeitig um einen Krippenplatz zu bemühen. Ganz dramatisch stellte sich in diesem Jahr der Platzmangel bei den Hortplätzen dar. Glücklicherweise erwies sich einmal mehr die Zusammenarbeit mit der Kita "Knirpsenland" des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) als gut. "Diese hat einen Teil unserer Hortkinder aufnehmen können, weil in der Heinrich-Heine-Grundschule Kapazitäten geschaffen worden sind", sagt Fitze, die seit knapp zehn Jahren die "Strandmuschel" leitet. Schon damals, erinnert sie sich, gab es eine Warteliste. Doch die ist seither immer länger geworden. Da die Eltern entscheiden, in welcher Einrichtung sie ihren Nachwuchs unterbringen, kommen zwar die meisten, aber eben nicht alle Kinder aus Warnemünde und Diedrichshagen. "Manche Eltern arbeiten im Seebad, bringen die Lütten also mit. Das ist ganz normal", sagt die Kita-Leiterin.

Komplett ausgebucht mit insgesamt 263 Kindern ist auch die DRK-Kita "Knirpsenland". Auch dort gibt es eine Warteliste, doch eine Nachfrage lohnt sich. Wie Cornelia Goronzy sagt, käme es immer mal wieder vor, dass Familien aus unterschiedlichen Gründen Warnemünde verlassen, so dass Plätze frei werden. "Große Probleme zeichneten sich in diesem Jahr vor allem bei den fehlenden Hortplätzen ab", sagt sie. Aufgrund der großen Nachfrage hätte die Einrichtung ihre Kapazitäten in Absprache mit dem Träger, städtischen Ämtern und der Heinrich-Heine-Grundschule erweitert. "Insgesamt betreuen wir 137 Hortkinder, von denen 66 in drei Gruppen im Außenhort in der Schule aufgenommen wurden", sagt die "Knirpsenland"-Leiterin, die an ihrer Seite ein 25-köpfiges Team und Praktikanten hat.

Von "unserer Puppenstube" spricht Michael Schötz, wenn er die Kindertagesstätte "Wiesenzwerge" im Wiesenweg meint. Dort, so der Geschäftsführer des Trägers Sozialer Ring und Leiter der zugehörigen Kindereinrichtungen, herrsche eine familiäre, individuelle Atmosphäre. Auch bei den "Wiesenzwergen" ist momentan kein Platz mehr frei. "In diesem Jahr ist eins unserer Kinder zur Schule gekommen. Schnell konnten wir einen anderen Steppke begrüßen. Im nächsten Sommer haben wir acht ABC-Schützen und damit voraussichtlich mehr freie Kapazitäten in unserer kleinen Einrichtung, die für 25 Kinder ausgelegt ist und nicht erweitert werden soll", sagt Schötz.

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