Illegal entsorgter Müll - Kosten für den Steuerzahler

<fettakgl>Gehören nun wirklich</fettakgl> nicht in den Wald: Plastikmüll und Bierflaschen. <foto>Privat</foto>
Gehören nun wirklich nicht in den Wald: Plastikmüll und Bierflaschen. Privat

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01. Juli 2010, 07:21 Uhr

neuhaus | Der Service der Gesellschaft für Abfallwirtschaft Lüneburg (GFA), die für die Müllbeseitigung im Landkreis zuständig ist, ist allumfassend. Der Rest- oder Hausmüll wird 14-tägig abgefahren, zweimal im Monat werden sperrige Grünabfälle direkt vor der Haustür abgeholt, zweimal pro Monat die gelben Säcke eingesammelt, einmal monatlich wird die Tonne für Altpapier geleert. Selbst Metall- und Elektronikschrott und Sperrmüll kann man einmal im Monat auf den Bürgersteig stellen und er wird abgeholt. Schadstoffe können zum Schadstoffmobil gebracht werden, wann es kommt wird per Postwurfsendung angekündigt. Altglas und Altkleider können in den entsprechenden Containern entsorgt werden. Ein "Rund-um-sorglos-Paket", sollte man meinen. Die Bürger aus dem Amt Neuhaus und dem restlichen Landkreis Lüneburg können sich in Sachen Komfort bei ihrer Müllentsorgung wahrlich nicht beschweren.

Eklige Beutel mit Hausmüll im Wald entsorgt



Dennoch gibt es Zeitgenossen, die ihren Müll nicht dorthin tun, wo er hingehört, sondern eklige Beutel mit Hausmüll im Wald entsorgen, Elektronikschrott wie alte Computer auf einem Acker stellen oder Grünabfälle im angrenzenden Wald ablegen. "Beim Bau der Außensportanlage mussten wir jetzt Grünabfälle abfahren lassen. Das hat die Gemeinde immerhin rund 350 Euro gekostet. Das sind Steuergelder, das sollte man sich vielleicht einmal klar machen", unterstreicht Grit Richter aus der Gemeindeverwaltung. Es käme immer wieder vor, dass gerade außerhalb der Ortschaften Müll abgeladen werde. "Wir haben schon Gerätschaften wie Kühlschränke gefunden bis hin zu einem illegal entsorgten Auto. Und am Rande eines Ackers wurden wirklich mal zwölf Computer abgestellt. Dabei werden die vor der Haustür zusammen mit dem Sperrmüll abgeholt, und das einmal im Monat".


In diesem Zusammenhang weist Grit Richter darauf hin, dass der Sperrmüll im Besitz desjenigen, der ihn dort abgestellt hat, verbleibt, bis die Müllabfuhr ihn eingesammelt hat. Und das Sperrmüll, der nicht mitgenommen wurde, auch wieder von der Straße geräumt werden muss.

Auch ein Problem, mit dem die Gemeindeverwaltung zu tun hat, sind ungepflegte Grundstücke und Bürgersteige. Auch hier ist genau festgelegt, was ein Grundstückseigentümer zu tun hat. Nämlich den Bürgersteig vor seinem Haus von Unkraut und Schmutz befreien und auch dafür sorgen, dass Äste von Bäumen und Büschen nicht auf den Bürgersteig oder Fahrradweg hinausragen. "Ich habe kürzlich beobachtet, wie ein Fahrradfahrer sich unter einem Tannenzweig richtig bücken musste. Das geht natürlich nicht, da muss der Zweig abgeschnitten werden." Wer genau wissen will, was seine Pflichten in diesem Zusammenhang sind, der kann sich in der Gemeindeverwaltung informieren oder auch auf die Homepage gehen, da ist die Straßenreinigungssatzung nachzulesen.

"Ich kann nur an die Vernunft unserer Bürger appellieren", so Grit Richter abschließend. Sie weist aber auch darauf hin, dass doch die überwiegende Zahl der Grundstückeigentümer ihre Grundstücke schön gestaltet und die Bürgersteige pflegt, dass müsse auch einmal gesagt werden.

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