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Wendorf: Großer Ahornast knallte trotz Windstille auf Grundstück : "Ich habe permanent Angst"

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Frank Kowalschuk wohnt seit 1994 in seinem Haus in der Wendorfer Schulstraße. In unmittelbarer Nähe zu zwei stattlichen Bäumen, einem Ahorn und einer Kastanie, die den Familienvater Sorgenfalten auf die Stirn bringen.

Wendorf | Frank Kowalschuk wohnt seit 1994 in seinem Haus in der Wendorfer Schulstraße. In unmittelbarer Nähe zu zwei stattlichen Bäumen, einem Ahorn und einer Kastanie, die den Familienvater manch Sorgenfalte auf die Stirn bringen. "Von den Bäumen, besonders dem Ahorn, geht eine Gefahr aus", sagt Kowalschuk und zeigt auf einen langen Ast von 14 Zentimeter Durchmesser in bedrohlicher Nähe zum Haus. Reichlich Gestrüpp liegt auch vor seinem Carport. "Ich war gerade darunter, es war absolut windstill. Da hat es zweimal geknallt. Zuerst wusste ich gar nicht, was passiert ist", sagt der Wendorfer, der nicht erst seit dem jüngsten Vorfall Angst hat, dass Schlimmeres passiert. Wenn da jemand vor dem Carport oder neben dem Haus gestanden hätte, wäre er erschlagen worden, ist er sich sicher. "Ich habe permanent Angst", sagt Frank Kowalschuk.

Er verständigt sofort das Sternberger Ordnungsamt und freut sich über die schnelle Reaktion, denn Christine Bouvier kommt am selben Tag und bringt auch Baumgutachterin Corinna Koch mit. "Von dem Ergebnis der Begutachtung bin ich aber sehr enttäuscht", sagt Kowalschuk gegenüber SVZ. Denn sein Ansinnen, einen weiteren dicken Ast über seinem Grundstück abzunehmen, wird eine Absage erteilt.

"Wir verstehen die Angst. Aber laut Begutachtung gehen derzeit keine erkennbaren Gefahren von den Bäumen aus", erklärt Christine Bouvier auf SVZ-Anfrage. "Es war ein Grünastbruch, was leider nicht unüblich ist".

Die Baumgutachterin vermutet Winddruck als Ursache für das Herabfallen des Astes. Würde ein weiterer abgenommen werden, würde man ein Loch schneiden, "in das dann der Wind hineingeht", erklärt sie und ist deshalb dagegen.

Christina Brachmüller erinnert auch daran, dass die Bäume in der Schulstraße im Februar durch eine Fachfirma einen Pflegeschnitt erhalten haben. "Was auf einen Hinweis von Herrn Kowalschuk hin erfolgt ist", sagt sie. Aber: Es bleibe ein Restrisiko, zumal wenn ein Wohnhaus so dicht an Bäumen stehe.

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erstellt am 13.Jun.2011 | 06:06 Uhr

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