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Leinenzwang, Kotbeseitigung, Steuerpflicht in Schwerin : Hundehalter an kurze Leine gelegt

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Die Landeshauptstadt verschärft die Kontrolle des Leinenzwangs für Hunde. 999 Mal überprüften Mitarbeiter des Ordnungsdienstes Herrchen und Frauchen beim Gassigehen – ein drastischer Anstieg.

svz.de von
erstellt am 05.Apr.2011 | 12:09 Uhr

Schwerin | Die Landeshauptstadt nimmt Hundehalter an eine immer kürzere Leine. Nachdem die Hundeverordnung im Jahr 2007 den Leinenzwang verschärft hatte, verstärkte Schwerin im vergangenen Jahr nun auch die Kontrollen. 999 Mal überprüften Mitarbeiter des Ordnungsdienstes Herrchen und Frauchen beim Gassigehen - ein drastischer Anstieg gegenüber 167 Kontrollen im Vorjahr und 309 im Jahr 2008. Das Ergebnis waren im vergangenen Jahr 25 Verfahren wegen des Verstoßes gegen Leinenzwang und sechs wegen liegengelassener Kothaufen. Im schlimmsten Fall droht eine Ordnungsstrafe in Höhe von 5000 Euro. Auch die Zahlung der Hundesteuer kontrollierte die Landeshauptstadt 2010 stärker als in den Jahren zuvor. Die Mitarbeiter nahmen 766 Hundehalter in den Blick und verhängten 14 Anzeigen. Im Jahr 2009 waren nur 128 Besitzer überprüft und kein Verstoß festgestellt worden. In der Landeshauptstadt müssen die Besitzer für jeden Vierbeiner eine jährliche Steuer in Höhe von 90 Euro bezahlen, für ein zweites Tier werden 200 Euro für das dritte 350 Euro zusätzlich fällig. So genannte Kampfhunde stuft die Hundesteuersatzung als "gefährlich" ein, für den ersten wird eine Hundesteuer von 700 Euro erhoben, 1000 Euro für jeden weiteren. Obwohl die Stadt den Leinenzwang verschärft hatte, kommen immer mehr Schweriner auf den Hund. Waren in der Landeshauptstadt 2009 noch 2680 Vierbeiner gemeldet, lebten ein Jahr später schon 2803 Hunde in Schwerin.

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