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Lokales

22. August 2017 | 05:31 Uhr

Houston hatte kein Problem

vom

Wittenberge | Die Live-Schaltung via Internet-Telefonie ins texanische Houston war am Samstagabend nur ein Höhepunkt des Jahrgangs treffens der Wittenberger Abiturienten des Jahres 1980. In Houston lebt eine ehemalige Mitschülerin - Silvia Stahlberg. "Wenn es hier 22 Uhr ist, ist es dort 12 Uhr mittags. Da wollen wir dann mal rüberschalten und hoffen, dass Houston kein Problem hat, also technisch alles so klappt, wie wir uns das vorgestellt haben", sagt Mario Dahse, einer der Organisatoren. Und auch einer von wenigen Ehemaligen, die Wittenberge in den vergangenen Jahrzehnten nicht den Rücken kehrten. "65 Schüler waren wir 1980 insgesamt, verteilt auf drei Klassen. 40 sind heute dabei. Aus meiner ehemaligen Klasse, der 12.2, sind von 25 noch insgesamt drei Leute in Wittenberge", bemerkt Mario Dahse.

Das letzte Mal gab es ein solches Jahrgangstreffen zum silbernen Jubiläum, also vor fünf Jahren. Bereits damals wurde beschlossen, das zum 30. zu wiederholen. "Bis zum nächsten Treffen in dieser großen Form werden nun aber zehn Jahre vergehen", resümierte Dahse gestern in einem Telefonat mit unserer Redaktion.

Der Ort des Treffens - das Brauhaus und das Gelände der Ölmühle - sorgte bei den Teilnehmern für Erstaunen. "Viele waren sehr beeindruckt, hatten nicht damit gerechnet, dass sie so etwas in Wittenberge vorfinden würden", sagt Dahse. Jan Lange und Katrin Kruse führten die Gäste über das Gelände und durch das Brauhaus, gaben einen Ausblick auf das, was hier als Nächstes geplant ist. Bewundert wurde der auf vier Etagen ausgebaute Uferturm, von dessen oberster Ebene man einen tollen Blick auf die Elbe hat, ungläubig betastet der Öltank in einem der beiden Oktaeder, der demnächst als Tauchturm in Betrieb geht. "An diesen Geruch kann ich mich noch ganz genau erinnern", sagte einer der ehemaligen Abiturienten, als er das achteckige Gebäude betrat. Erinnerungen kamen hoch. Die früheren Schulkameraden nutzen den Abend ausgiebig, um sie auszutauschen, wurden dabei köstlich unterhalten von Jürgen Schmidt alias Salomon Hertz.

Zuvor kamen die Abiturienten sogar noch ins Fernsehen: Das ZDF drehte für eine Reportage über Wittenberge. Britta Hilpert, Leiterin des ZDF-Studios Brandenburg, fragte die Abiturienten des Jahrgangs 1980 übrigens das Gleiche wie die des Jahrgangs 2010: Wer bleibt bzw. blieb hier? Wer geht bzw. ging weg? Die Weggegangenen sind nicht erst neuerdings in der Mehrheit.

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erstellt am 19.Sep.2010 | 05:22 Uhr

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