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Lokales

20. November 2017 | 05:03 Uhr

Hoteliers leiden unter miesem Wetter

vom

svz.de von
erstellt am 31.Jul.2011 | 06:32 Uhr

Güstrow | Sturm, Starkregen und niedrige Temperaturen - Das ist der Hochsommer in diesem Jahr im Nordosten. Das unbeständige Wetter macht den Hotels in Güstrow und in der Region zu schaffen. Dementsprechend durchwachsen fällt die Tourismusbilanz der meisten Hoteliers mitten in den Ferien aus. Claudia Osterloh, verantwortlich für das Marketing der drei Güstrower Nordik-Hotels, bringt es auf den Punkt: "Dieser Juli ist ganz klar schlechter als im vergangenen Jahr."

"Die vergangenen Wochen waren nicht so prickelnd", sagt auch Gerd-Uwe Camenz, der in Güstrow die Villa Camenz mit 15 Zimmern und fünf Ferienwohnungen betreibt. Er stellt derzeit ein verändertes Buchungsverhalten bei den Gästen fest. "Die Leute buchen wegen des schlechten Wetters kurzfristiger, warten lieber ab", sagt er. Spontan- und Tagesgäste würden zu wenige kommen. Auch Stornierungen hat Camenz zu verzeichnen. "Gäste sagen kurzfristig ab." Dabei bietet er schon Sonderpreise bei längeren Aufenthalten an.

Doch nicht alle Urlauber lassen sich offenbar von dem derzeit miesen Wetter abschrecken. Gerade Radtouristen sind noch zahlreich in Güstrow und der Region unterwegs. "Die Radler kommen", bestätigt Camenz. "Es wundert mich, dass sie trotz des vielen Regens noch nicht aufgegeben haben."

Das stellt auch Olav Paarmann vom Gästehaus am Schlosspark in Güstrow fest. "Radfahrer sind viele da. Die sind wirklich hart, haben gute Laune und sind für den Regen gerüstet. Sie machen gute Miene zum bösen Spiel", sagt der Hotelier und schmunzelt. Einige der Radfahrer würden ihre Touren aber auch abbrechen, um im Gästehaus unterzukommen. Über Gästemangel kann sich Paarmann gerade nicht beschweren. Viele würden das Gästehaus, das im unteren Preissegment angesiedelt ist, in der Regenzeit nutzen. "Es kommen auch Touristen von den Campingplätzen zu uns, weil sie dort absaufen", sagt er. Dennoch betrachtet er die Sommersaison als durchwachsen. "Vor allem wenn das Wetter in der nächsten Zeit so bleibt, sehe ich schwarz", so Paarmann. "Wenn jetzt in den Nordländern die Ferien zu Ende gehen, glaube ich nicht, dass noch Spontanurlauber beispielsweise aus Nordrhein-Westfalen kommen, um hier Urlaub zu machen. Die haben die Nase voll von dem Wetter hier und buchen lieber auf die letzte Minute einen Urlaub am Mittelmeer."

Claudia Osterloh von den Nordik-Hotels, zu denen das Hotel "Stadt Güstrow", das Hotel am Tierpark und das Hotel Altstadt gehören, kämpft ebenfalls mit dem schlechten Wetter. "Ein ganz großer Faktor ist, dass die Oase geschlossen ist. Das tut uns weh", sagt sie. So hätten die Urlauber, vor allem die mit Kindern, bei dem Regen keine Ausweichmöglichkeiten. Viele Gäste würden bis zur letzten Minute warten und sich ganz spontan für einen Aufenthalt in Güstrow entscheiden - je nach Wetterlage. "Doch unser größtes Problem ist, dass die Küste nicht voll ist", sagt Claudia Osterloh. "Wenn schönes Wetter ist, ist die Küste voll ausgebucht und die Leute kommen zu uns. Dann rückt das Binnenland nach oben. Bei diesem schlechten Wetter sind die Hotels an der Küste nicht ausgebucht und deshalb schwappt auch nichts zu uns", erklärt sie.

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