Hommage an ein legendäres Jubiläum

Bühnenbildner Lutz Kreisel präsentiert von morgen an im Theater seine Entwürfe für den Festumzug 1985.Reinhard Klawitter
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Bühnenbildner Lutz Kreisel präsentiert von morgen an im Theater seine Entwürfe für den Festumzug 1985.Reinhard Klawitter

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10. März 2010, 01:57 Uhr

Altstadt | Anlässlich der 850-Jahrfeier in Schwerin finden morgen gleich zwei Veranstaltungen im Mecklenburgischen Staatstheater statt. Im Parkettfoyer des Großen Hauses wird um 17.30 Uhr die Ausstellung "Der Schweriner Festumzug von 1985" eröffnet und um 19.30 Uhr folgt im Konzertfoyer der Film "Wo wir leben ist es schön" über das Schweriner Stadtjubiläum von 1985. Zu beiden Veranstaltungen ist der Eintritt frei.

Der Schweriner Festumzug, mit dem 1985 an die Stadtgründung vor 825 Jahren erinnert wurde, gilt als legendär. Die Vorbereitungen für dieses Spektakel liefen damals im Wesentlichen über das Mecklenburgische Staatstheater. Mehr als 5000 Menschen gestalteten die Bilder, die gegliedert waren in einen historischen Teil von einem guten Kilometer Länge und einen Gegenwartsteil mit etwa 3,6 Kilometer Schaulänge. Der Festumzug schlängelte sich auf einer fast vier Kilometer langen Strecke durch die Schweriner Innenstadt, vom alten Fridericianum am Pfaffenteich über die Wismarsche Straße mit dem damaligen Leninplatz bis über den Alten Garten und endete in der Werderstraße. Die Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum boten den Schwerinern und ihren Gästen neben dem großen Festumzug u.a. das Mecklenburgische Folklorefestival, das Pressefest der Schweriner Volkszeitung, ein Handwerkerfest am Großen Moor und schlossen mit einem großen Feuerwerk.

Der Leiter des Filmstudios an der Hochschule in Wismar, Klaus-Peter Heim, beschreibt in seinem Film "Wo wir leben ist es schön" die Schweriner Feierlichkeiten von 1985. Ihre persönlichen Erinnerungen an das Jubiläumsjahr können aber die Menschen in Schwerin und Mecklenburg nicht nur bei einer Aufführung von Klaus-Peter Heims Film auffrischen, sondern auch beim Rundgang durch die Ausstellung zum damaligen Festumzug. Lutz Kreisel, langjähriger Chefbühnenbildner des Mecklenburgischen Staatstheaters, erarbeitete von August bis Dezember 1984 die Entwürfe für die Gestaltung des Festumzugs. 130 Blätter mit teilweise kolorierten Federzeichnungen entstanden damals, die ausgefaltet auf etwa 52 Meter Länge ein beeindruckendes künstlerisches Bild der vielfältigen Aktivitäten ergeben und maßstabsgerecht mit sehr viel Liebe zum Detail von Lutz Kreisel gestaltet wurden. Ergänzt wird die Ausstellung der Entwürfe, die bis Ende Juni 2010 zu sehen sein wird, mit Fotos des Festumzugs aus den Beständen des Stadtgeschichtsmuseums.

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