zur Navigation springen

80 Häuser könnten auf früherem Militär-Areal entstehen : Holländer planen Ferienpark in Dabel

vom

Holländische Lebensart in Mecklenburg: Ein Investor aus dem Tulpen-Land hat ein Auge auf ein früheres Militär-Areal geworfen. Edle Ferienhäuser sollen entstehen. Die Adresse wäre international: Dabel, Straße der DSF.

svz.de von
erstellt am 31.Mär.2011 | 06:52 Uhr

Dabel | Holländische Lebensart im mecklenburgischen Dabel: Ein Investor aus dem Tulpen-Land hat ein Auge auf ein früheres Militär-Areal geworfen - vis-a-vis zur Kita "Kunterbunt" und zum so genannten Ledigen-Wohnheim. 70 bis 80 edle Ferienhäuser sollen entstehen. Die Adresse wäre international: Dabel, Straße der DSF - für: deutsch-sowjetische Freundschaft.

"Es gibt Interesse eines holländischen Anbieters", erklärt Bürgermeister Herbert Rohde. Angedacht sei ein Resort mit Ferienhäusern, viel Grün und Wasser. Die begehrte Fläche - auf der früher NVA-Wohnblocks standen - sei in Privathand. Die Gemeinde könnte "1,3 Hektar beisteuern", so Rohde. Dazu liefen derzeit noch Verhandlungen. Baurecht gebe es dort nicht. "Es wäre also ein Bebauungsplan nötig", so der Bürgermeister.

Der potenzielle Investor hält sich bedeckt, will seinen Namen noch nicht in der Zeitung lesen. Nach SVZ-Informationen handelt es sich beim Unternehmen um ein Gemeinschaftsprojekt von Investoren aus den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland, das grüne Resorts an attraktiven Orten vorwiegend in Deutschland entwickelt - mit z.B. Schwimmbad und Freizeitbereichen. Das Firmenkonzept lege "groβen Wert auf umweltschonendes Bauen". Ferienparks werden konzipiert und errichtet, dann die einzelnen Häuser an Interessenten verkauft. In einem anderen Resort sind die Häuser 80 bis 140 Quadratmeter groß; Verkaufspreis: 93 000 bis 148 000 Euro.

Für Dabel bestätigt der Investor die Größenordnung 70, 80 Häuser. Dass die Lage weitab von der Ostsee und sogar zwei Kilometer zum nächsten See nicht jedermanns Geschmack sein könnte, störe nicht. "Unsere Resorts sind vorwiegend auf Holländer gerichtet", sagt der Investor. Im Gegensatz zu vielen Deutschen brauchten seine Landsleute nicht unbedingt Meer-Nähe zur Erholung. "Ich finde Mecklenburg-Vorpommern sehr schön." Das Areal liege sonnig und idyllisch. Noch sei nichts entschieden. "Ich bin an zwei, drei Objekten in Mecklenburg-Vorpommern interessiert."

Dabels Bürgermeister freut sich über die Anfrage; ein solches Resort könnte eine Bereicherung für die Gemeinde sein. Rohde: "Das wäre eine top Sache." Die Nachbarn - neben der Kita auch ein Drogerie-Markt - könnten am Ort erhalten bleiben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen