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Produktionswert der Landwirtschaft stürzte 2009 ab : Hohe Einbußen bei Getreide

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Wegen niedriger Preise für Getreide und Raps im Jahr 2009 ist der von der Landwirtschaft MVs geschaffene Produktionswert um 16 Prozent im Vergleich zum Jahr 2008 gesunken. Da half auch die gute Ernte nichts.

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erstellt am 07.Jan.2011 | 08:32 Uhr

Schwerin | Wegen niedriger Preise für Getreide und Raps im Jahr 2009 ist der von der Landwirtschaft Mecklenburg- Vorpommerns geschaffene Produktionswert um 16 Prozent im Vergleich zum Jahr 2008 gesunken. Wie das Statistische Amt in Schwerin gestern berichtete, erwirtschafteten die Betriebe einen Wert von 2,1 Milliarden Euro, 400 Millionen weniger als 2008. Selbst die gute Ernte bei den Hauptkulturen habe die negative Entwicklung nicht ausgeglichen. Deutliche Einbußen beim Produktionswert gab es vor allem bei Getreide (-33 Prozent), bei Raps (-13) und Kartoffeln (-15 Prozent), im Durchschnitt waren es im Pflanzenbau minus18 Prozent.

Auch in der Viehhaltung fiel der Produktionswert den Angaben zufolge fast ausschließlich preisbedingt um 14 Prozent, obwohl mehr geschlachtet wurde. Der Wert der Milch sank um 26 Prozent zum Vorjahr, lediglich bei Geflügel und Eiern gab es ein Plus.

Obwohl die Aufwendungen der Landwirte dank niedrigerer Energie- und Rohstoffpreise vor allem für Futtermittel, Dünger und Treibstoffe sanken, erreichte die Bruttowertschöpfung der Landwirtschaft mit 620 Millionen Euro nur 70 Prozent des Ergebnisses von 2008, hieß es.

Die Landwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns hat dem Statistikamt zufolge mit 59,8 Prozent den bundesweit höchsten Anteil an Pflanzenbau und mit 38,4 Prozent zugleich den niedrigsten Anteil an Viehhaltung. So habe Getreide im Nordosten mit 23,2 Prozent einen weit überdurchschnittlichen Anteil (Deutschland: 12,7 Prozent).

Dagegen haben wertschöpfungsintensive Zweige der Landwirtschaft im Land kaum Bedeutung. Das betrifft vor allem Sonderkulturen wie Blumen und Zierpflanzen, aber auch die Viehhaltung.

Der Produktionswert ist eine theoretische Größe, er beschreibt den Wert landwirtschaftlicher Produkte zum jeweils aktuellen Preis. Der Umsatz kann höher oder niederiger ausgefallen, wenn die Ware zu einem späteren Zeitpunkt zu einem anderen Preis verkauft wird.

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