Hohe Brandgefahr in Lübzer Wäldern

svz.de von
02. Juli 2010, 08:08 Uhr

Sandhof | Im Landesforstamt in Sandhof ist man besorgt. Aufgrund der sehr geringen Niederschlagswerte der letzten Tage und des hohen Nadelbaumanteils in ihren sechs Revieren befürchten die Mitarbeiter des Forstamtes höchste Brandgefahr für den Raum Lübz, Parchim und Sternberg. Seit gestern laufen die Förster der zuständigen Ämter Streife und durchkämmen ein rund 7000 Hektar umfassendes Waldgebiet nach möglichen Brandherden.

Frank Zerbe, amtierender Waldbrandschutzbeauftragter, möchte dennoch kein generelles Verbot zum Betreten der Waldflächen aussprechen. "Aber in den Forstämtern müssen wir nun alle Maßnahmen ergreifen, um Waldbrände zu verhindern", erklärt er. Der Einsatzplan für das Wochenende ist erstellt. Vier bis fünf Förster kontrollieren bis in die Nacht hinein das riesige Waldgebiet des Zuständigkeitsbereiches. "Unser Schwerpunkt liegt dabei auf den Gebieten, wo wir Angler und Camper vermuten", so Zerbe. "Uns geht es vor allem darum, offenes Feuer sowie das Grillen an nicht zulässigen Plätzen zu unterbinden und wir sperren sämtliche Zufahrtswege für Kraftverkehr."

Die Streife der Revierförster dient vor allem der Früherkennung eines Waldbrandes. "Und wir hatten schon länger keine heftigen Waldbrände mehr hier in Mecklenburg", sagt der Forstamtsleiter. Diesen Umstand verdanke man unter anderem den Kamera-Überwachungssystemen im Wald. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, einen Brand auf dem Monitor zu erkennen und diesen dann schnell und effizient zu bekämpfen.


Für ein schnelles Eingreifen in unmittelbarer Nähe des Forstamtes hält Zerbe 6000 Liter Löschwasser bereit. Umfangreichere Beschränkungen für das Betreten des Waldes will der Forstamtsleiter je nach Wetterlage und der Anzahl der Waldbesucher fällen.

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