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Lokales

13. Dezember 2017 | 18:00 Uhr

Projekt : Hörgeschädigte nehmen Hörspiel auf

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Acht Schüler des LFZ-Hören in Güstrow beschäftigten sich mit Leben am Hofe

von
erstellt am 09.Apr.2014 | 09:42 Uhr

Seit einem halben Jahr dreht sich bei den Schülern der achten Klasse des Landesförderzentrums für den Förderschwerpunkt „Hören“ Mecklenburg Vorpommern (LFZ-Hören) alles um das „Leben am Hofe“. Zum Abschluss ihres Projektes nahmen die Kinder in dieser Woche ihre eigene Geschichte als Hörspiel im Güstrower Schloss auf.

Dieses Projekt hat Klassenlehrerin Regina Hille gemeinsam mit Museumspädagogin Monika Lehmann vom Güstrower Schloss ins Leben gerufen. „Wir haben uns im Geschichtsunterricht mit dem Leben am Hofe beschäftigt, haben das Museum besichtigt und sind mit historischen Kostümen durch das Schloss gewandelt, um ein Gefühl für diese Zeit zu bekommen“, sagt Regina Hille, die weiß, wie wichtig ein roter Faden für ihre Schüler ist.

Die achtköpfige Klasse setzt sich aus teilweise Hörgeschädigten einerseits und Kindern mit so genannten auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen (AVWS) andererseits zusammen. „Darauf muss man sich einfach einstellen und in Monika Lehmann haben wir hier eine sehr einfühlsame Ansprechpartnerin gefunden“, erklärt die Klassenlehrerin. Dabei sei es wichtig, dass die Kinder in kleinen Schritten an das Thema herangeführt werden. Auch das Wiederholen sei beim Lernen insbesondere für die Schüler mit AVWS unerlässlich. Dies zeigt sich auch in der Arbeit mit Medienpädagogin Nadine Unverricht, die mit dem „Medientrecker“ eigens aus Neubrandenburg angereist ist, um gemeinsam mit den Kindern an ihrem Hörspiel zu arbeiten. „Der Medientrecker bietet alle technischen Mittel – Mischpulte, Mikrophone, Kopfhörer – um Radio zu machen“, erklärt die Medienpädagogin und fügt hinzu: „Es ist schon zu merken, dass die Kinder zunächst viel kichern und wir die Aufnahmen häufig wiederholen müssen, aber am Ende zählt doch das Ergebnis und das ist wirklich gelungen.“

Stolz ist auch Klassenlehrerin Regina Hille auf ihre Schützlinge. Gestern lauschte sie den ersten Aufnahmen und freut sich schon jetzt auf die erstaunten Augen der Eltern, die das Ergebnis auf der kommenden Elternversammlung erstmals hören dürfen.

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