Hochzeitsstube ist saniert

Denkmalschutz und baubegleitende Restauratorin begutachten bis aufs Detail den sanierten und renovierten Trausaal. Doris Ritzka
Denkmalschutz und baubegleitende Restauratorin begutachten bis aufs Detail den sanierten und renovierten Trausaal. Doris Ritzka

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15. Januar 2010, 08:56 Uhr

Perleberg | Keine Beanstandung, die Firmen haben bei der Sanierung und Renovierung solide Arbeit geleistet. So das Resümee vom Denkmalschutz und der baubegleitenden Restauratorin Corinna Streitz gestern bei der Bauabnahme des Trausaals. Die Restauratorin aus Seehausen hatte zuvor auch die Untersuchungen des ältesten Teils des Rathauses, der einstigen Gerichtslaube und heutigen Trausaals durchgeführt. "Reste historischer Malereien an Decke und Wänden wurden bei der Sanierung nicht entdeckt. Das heißt aber nicht, dass es derartige nicht noch unter den Paneelen gibt. Wir haben uns jedoch auf die jüngste farbliche Gestaltung bezogen, aber auch nichts verbaut. Die alte Bemalung aus früherer Zeit ist darunter erhalten geblieben, lässt sich rekonstruieren."

Hier und da wird der Maler noch einmal den Pinsel ansetzen und kleine Schönheitsreparaturen ausführen. Dann kann es auch schon ans Großreinemachen und Dekorieren gehen, freut sich Standesbeamtin Rommy Elster. Die neue Fensterdeko ist bereits in Auftrag gegeben und auch sonst wird schon fleißig organisiert und koordiniert. Ab 1. März soll dann wieder am angestammten Platz geheiratet werden.

Drei Paare nutzten bis dato das Provisorium eine Etage höher. Liebevoll hatte die Stadt für die Zeit des Bauens den kleinen Beratungsraum zu einem Trausaal umfunktioniert. Und bei den Heiratswilligen kam das durchaus an, bestätigt Rommy Elster.

Rund 35 000 Euro lässt die Stadt sich die Renovierung ihrer Hochzeitsstube kosten. Dafür wurden sämtliche Elektroleitungen erneuert, natürlich unter Putz. Die alten waren zum Teil noch aus Aluminium. Der Textilbelag, der den Fußboden bedeckte, kam raus. Das Parkett wurde aufgearbeitet, auch die Paneele und Heizkörperverkleidungen. Bevor es ans Malern von Decken und Wände ging, wurden die Rippenbögen des Gewölbes mit Spezialputz ausgebessert und mit einem speziellen Schwamm gereinigt. "Und alles unter dem Gesichtspunkt des Denkmalschutzes", betont Klaus-Dieter Gerloff vom Sachbereich Hochbau der Stadt. Insofern wurde jeder Schritt auch detailliert mit den Handwerkern abgestimmt, bescheinigt die Restauratorin. Übrigens, aufgearbeitet wurden auch die Kronleuchter, sind jetzt zudem dimmbar und mit Energiesparlampen ausgestattet sind. Beleuchtet ist nun auch der Eingang zum Trausaal.

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