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Dömitzer Siele geschlossen : Hochwasserscheitel rollt an

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Als erste Reaktion auf die bevorstehende Flut wurden die Siele zur Stadt Dömitz und zur Müritz-Elde-Wasserstraße geschlossen. Den Höchststand des Elbe-Hochwassers erwarten die Experten Mitte kommender Woche.

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erstellt am 14.Jan.2011 | 08:55 Uhr

Dömitz | Vorsichthalber traf sich gestern der Hochwasserstab für das Amt Dömitz-Malliß in der Außenstelle des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt. Mit 4,95 Meter am Dömitzer Pegel stufte der Vorsteher des Hochwasserstabes, Burkhard Thees, die Hochwassersituation an der Elbe und im rückwärtigen Land als nicht besonders bedrohlich ein. Trotzdem findet ein nächstes Treffen kommenden Montag statt. Dann dürfte die Alarmstufe A 1 überschritten, die zweite Stufe allerdings noch nicht erreicht sein - die liegt bei 5,80 Meter. Als erste Reaktion auf die bevorstehende Flut wurden die Siele zur Stadt Dömitz und zur Müritz-Elde-Wasserstraße geschlossen.

Den Höchststand des Elbe-Hochwassers erwarten die Experten Mitte kommender Woche. Die Scheitelhöhe könnte durchaus die 6,20 Meter übertreffen, was dann umfangreiche Maßnahmen der Alarmstufe A 3 erforderlich machen würde, so die Einschätzung des Stabes.

"Der Hochwasserschutz läuft derzeit zuverlässig wie eine schweizer Uhr", ist Thees nicht eine Sekunde beunruhigt. Von den örtlichen Hochwasserschützer habe er die Informationen, dass die Deiche dicht seien, vorbeugend keine Verdichtungsmaterialien, wie beispielsweise Sandsäcke, vorgehalten werden müssten. Auch im Hinterland, entlang der Müritz-Elde-Wasserstraße, könne der anrollenden Elbeflut entspannt entgegengesehen werden. Die Schöpfwerke Floßgraben, Dömitz und Broda arbeiteten zuverlässig, lautet die Stab-Info.

Die maßgeblichen Elbepegel für die Landesbehörde sind die in Dömitz und Boizenburg. Gestern flossen etwa 2000 Kubikmeter Elbewasser in der Sekunde an den Messstellen vorbei. Die Deiche in M-V sind für einen Wasserstand von 685 Zentimeter am Pegel Dömitz bemessen, was rund 4500 Kubikmeter/Sekunde entspricht, so die Info aus dem Landesministerium. "Nach der letzten Deichschau im Oktober 2010 konnten wir feststellen, dass sich die Hochwasserschutzanlagen an der Elbe in Mecklenburg-Vorpommern in einem guten wehrfähigen Zustand befinden", so der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus in einer Pressemitteilung.

Inwieweit Wasserstände der höchsten Alarmstufe A 4 (6,50 Meter) erreicht würden, sei nicht einschätzbar und müsse abgewartet werden. Entscheidend seien der weitere Tauprozess im Oberlauf der Elbe sowie die Regenintensität im Ober- und Mittellauf der Elbe. Die Hochwassersituation bleibe allerdings über Wochen konstant.


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