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Bereitschaft, Deichwache zu laufen, nimmt immer mehr ab : Hochwasser weg - Probleme bleiben

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Für Viele ist das Hochwasser im Januar nur noch Erinnerung, aber nicht für betroffene Landwirte und nicht für den Deich- und Unterhaltungsverband (NDUV) der auf erheblichen Kosten sitzen bleibt.

svz.de von
erstellt am 07.Mär.2011 | 07:42 Uhr

Neuhaus | Für die meisten Menschen ist das Hochwasser im Januar nur noch Erinnerung, aber nicht für die betroffenen Landwirte, deren Flächen noch nass sind und nicht für den Neuhauser Deich- und Unterhaltungsverband (NDUV) der auf erheblichen Kosten sitzen bleibt.

"Wir hoffen noch auf Gelder vom Land, denn wir sind der einzige Deichverband, der auch Polder bewirtschaftet, das ist etwas Besonderes", äußerte sich dazu Jürgen Sahs, Geschäftsführer des NDUV.

Zusammen mit den Deichgeschworenen wurde vor kurzem das jüngste Hochwassergeschehen ausgewertet. Im Bereich des NDUV nehmen 29 Deichgeschworene ihre Aufgaben wahr, wenn die Fluten wieder so hoch steigen, dass Deichwachen aufgezogen werden müssen. Sie alle beobachten eine ungute Tendenz, nämlich dass die Bereitschaft, Deichwache zu laufen, in der Bevölkerung immer mehr abnimmt.

Dabei verpflichtet die Deichverteidigungsordnung des Landkreises und die Wachordnung des Deichverbandes die Bürger, sich an den Wachen zu beteiligen. Außerdem wurde während der Zusammenkunft überlegt, wie man künftig Kosten senken kann.

Beim jüngsten Hochwasser mussten viele Container aufgestellt werden, die den Wachen als Schutz dienten. Man will mit Bewohnern der betroffenen Ortschaften sprechen, ob es künftig nicht möglich ist, dass Räume zur Verfügung gestellt werden. "Das kriegen wir wohl auch weitgehend hin", so Sahs. Trotzdem war die Bereitschaft, zu helfen, in großen Teilen der Einwohnerschaft wieder groß und der Deichverband will sich mit einer Party bei den Helfern von Feuerwehr, Gemeinde, Firmen und anderen bedanken. Termin und Ort stehen mit dem 8. April und der Mehrzweckhalle in Tripkau schon fest. Es gibt Freibier und Bratwurst, aber beileibe nicht bezahlt mit dem Geld des Verbandes, sondern alles aus Spenden ermöglicht.

Wie es beim Bau an den Rückstaudeichen weitergeht, steht noch nicht fest. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn am Stück von der alten Ziegelei bis zur Kreisstraßen liegt nicht vor. Um die Abschnitte in Niendorf und in der Karchau wird immer noch gestritten. Die Einwohner aus Preten wollen die vom Deichverband geplante Deichlinie gebaut sehen, Umweltverbände und Landkreis beharren auf einer weit größeren Ausdeichung. Der Deichverband kann nur anders bauen, wenn Grundstückseigentümer bereit sind, Flächen abzugeben.


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