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Lokales

24. August 2017 | 01:24 Uhr

Hochspannung auf neuer Trasse

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Neustadt/Spornitz | Wenn alles weiter so läuft, kann die Hochspannungsleitung zwischen Spornitz und dem neuen Umspannwerk in Neustadt-Glewe pünktlich Mitte Oktober in Betrieb gehen, so Siegfried Lottbrein von der LTB Leitungsbau GmbH bei der jüngsten Bauberatung in Alt Brenz. Das stimmt auch die Hochspannungsfachleute Harald Spieß, Alexander Rupp und Christopher Bradhering von der Wemag sowie den Landschaftsökologen Wolfram Valentin zufrieden. Auch wenn die Zeit bis dahin noch lang erscheint, muss noch sehr viel getan werden. Insgesamt 18 Stahlgittermaste sollen die 5,6 Kilometer lange Freileitung tragen. Darunter sind sieben Tragmaste, die die enormen Zugkräfte der Leiterseile aufnehmen werden. Die dafür erforderlichen Fundamente sind tiefer und mit dickerer Bewehrung aus Stahl verstärkt. An nahezu allen 18 Punkten wird gegenwärtig gebaut, werden Fundamente vorbereitet oder die Segmente für die Hochspannungsmasten zusammengeschraubt. Neben einigen Fundamenten surren Pumpen. "Hier müssen wir für die Bauphase das Grundwasser, das schon ab etwa 1,40 Meter Tiefe vorkommt, etwas absenken. Das ist erforderlich, um die Maste stabil in der Erde zu verankern", erläutert Harald Spieß, der bei der Wemag für die Hochspannungsprojektierung zuständig ist.

Im Rahmen der Baustellenbegehung kontrolliert er auch, ob die Bewehrung am Mast in Dütschow korrekt verlegt und montiert wurde. Erst mit seiner Bestätigung können die 37 Kubikmeter Beton in die Verschalung gegossen werden. Regelmäßiger Beobachter auf den Baustellen ist auch Wolfram Valentin. Als ökologischer Baubegleiter achtet er insbesondere auf das Einhalten der Auflagen. Bereits im Vorfeld hat er für dieses Projekt eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt, die Verträglichkeit mit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, eine Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union, geprüft und einen artenschutzrechtlichen Fachbeitrag erarbeitet. Auch der landschaftspflegerische Begleitplan, der Vermeidungs- und Ausgleichsmaßnahmen enthält, stammt aus der Feder des freiberuflichen Landschaftsarchitekten. "Da durch dieses Bauprojekt in die Natur und das Landschaftsbild eingegriffen wird, sind Ausgleichsmaßnahmen erforderlich", kündigt er an. Geplant sei die Renaturierung des Hechtsforthgrabens bei Grabow. Für die Wemag ist der Bau dieser Freileitung von besonderer Bedeutung, da hierüber auch der im Solarpark Brenz produzierte Strom ins Netz eingespeist werden soll.

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erstellt am 08.Aug.2010 | 06:44 Uhr

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