zur Navigation springen
Lokales

12. Dezember 2017 | 20:46 Uhr

Hochbaustart für Marienplatz-Galerie

vom

svz.de von
erstellt am 14.Mai.2010 | 05:26 Uhr

Altstadt | Der Neubau der Marienplatz-Galerie kommt jetzt mit großen Schritten und für jedermann sichtbar voran: Die Erdarbeiten sind im Wesentlichen abgeschlossen, das unterste Geschoss der Tiefgarage erhält bereits seine Decke, auf der dann die weiteren Etagen folgen werden. Am Montag starten die Vorbereitungen für den Hochbau mit der Montage eines riesigen Turmdrehkrans. Mit dessen Hilfe werden zunächst zwei weitere kleine Kräne montiert, so dass an mehreren Stellen gleichzeitig gebaut werden kann. Der Rohbau mit Fassade, Dach und Fernstern soll noch vor dem Winter fertiggestellt sein.

"Der geplante Eröffnungstermin für die Galerie im Frühjahr 2011 steht", sagt Investor Joachim Tenkhoff. Auf sieben Geschossen soll es dann zwischen Helenen-, Martin- und Wismarscher Straße rund 60 Geschäfte, ein Hotel und eine Parkgarage geben. Trotz unvorhersehbarer Ereignisse - die Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege waren gleich zweimal angerückt und hatten für das Bergen und Katalogisieren zahlreicher Funde erheblich mehr Zeit gebraucht als zunächst angenommen, und schließlich hatte das Absacken der Fahrbahn in der Wismarschen Straße nahe der Baugrube für Aufregung und zusätzliche Kosten gesorgt - werde dieser Zeitplan gehalten.

"Wir sind mit der Baugrube jetzt durch und haben mit dem Rohbau begonnen", sagt Projektmanager Guido Schütte. 5000 Kubikmeter wasserundurchlässiger Beton waren zusammen mit 340 Tonnen Stahl in den Schlitzwänden auf dem Marienplatz verbaut worden. Die 1,10 Meter dicke Bodenplatte ist gegossen, auf ihr können jetzt die drei gewaltigen Kräne aufgestellt werden, die den Hochbau an mehreren Stellen gleichzeitig hochziehen werden. "Wir beginnen zunächst am Montag mit dem Aufbau des 56 Meter großen Riesen. Er hat eine Tragkraft von 20 Tonnen und sein Ausleger ist 51 Meter lang. Mit seiner Hilfe wird am Mittwoch der zweite Kran aufgebaut, etwas später folgt der dritte", berichtet Projektmanager Schütte.

Verschwinden werden in den nächsten Tagen auch die gewaltigen Rohr steifen mit teilweise einem Meter Durchmesser, die zur Absteifung der Kellerwände viele Wochen das Bild der Baugrube prägten. "Diese Funktion wird in wenigen Tagen die Betonkellerdecke übernehmen", erläutert Schütte. Wenn sie gegossen ist, werde die Rohrkonstruktion auseinander genommen und abtransportiert. Schließlich brauche man den Platz die Parkräume der Autos.

Gebaut wird derzeit an der Marienplatz-Galerie aber nicht nur an ihrem eigentlichen Standort, sondern auch beim ABC-Bau in Lankow. In der Ausbildungsstätte des Bauhandwerks werden Teile einer Musterfassade der Vorderfront des künftigen Einkaufstempels gebaut. Über die einzusetzenden Materialien war im Vorfeld lange debattiert worden, schließlich soll sich das neue Gebäude in die innerstädtischen Strukturen einpassen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen