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Lokales

11. Dezember 2017 | 18:18 Uhr

Hinterm Haus beginnt das Paradies

vom

svz.de von
erstellt am 05.Jun.2011 | 09:26 Uhr

Fünf Tage in der Woche hat Catrin Johannson in ihrem Garten zu tun. Der Vormittag geht mit Jäten, Aussäen, Hacken und Umsetzen von Pflanzen drauf. Das Wässern in den Morgenstunden übernimmt Ehemann Nils.

Es ist kein kleiner Garten, den die Johannsons bewirtschaften. Und vor allem kein alltäglicher: Blumen Sträucher, Grünpflanzen und Bäume umgeben einen Teich, der etwa 80 Quadratmeter groß ist und damit das Herzstück des Gartens darstellt. Das Besondere ist, dass der Teich einen Wasserlauf hat. Eine Pumpe lässt das Nass aus einer Anhöhe über Stufen in den Teich plätschern, auf dem mehrere Seerosen blühen.

Die einzelnen Bereiche hat die Hobbygärtnerin mit Steinen abgegrenzt. "Wir haben keinen Stein gekauft, das wäre wohl auch etwas kostspielig geworden. Denn wir haben auf diesem Grundstück, als wir es übernommen hatten, ganz, ganz viele Steine gefunden. Das sah damals sehr chaotisch aus", erzählt sie. Das war vor sieben Jahren. Johannons zogen aus der Nähe von Pinneberg nach Demen, erwarben hier ein Haus mit großen Grundstück, insgesamt umfasst es einen Hektar. Das Haus sanierten sie und richteten danach den Garten her. Catrin Johannson: "Wir kommen aus einer Re gion, die viele Baumschulen und Rosenbeeten hat. Insofern stand für uns gleich fest, dass wir es ums Haus herum grün haben wollten." Und auch ein Teich sollte nicht fehlen, denn diesen - in kleinerem Ausmaß - hatte das Paar schon früher zu schätzen gewusst. Johannsons holten sich eine Fachfirma nach Demen, die ihn anlegte. Das Drumherum übernahm die ehemalige Finanzbuchhalterin mit ihrem Mann. Sie kaufte Pflanzen und Gehölze, setzte sie ein, manche später auch wieder um: Steingewächse, Stauden, Rosensträucher, Farne, Frauenmantel, Katzenminze, um nur einige zu nennen. Zwei Rotdornbäume, ein japanischer Zierkirschenbaum und ein Apfelbaum gruppieren sich an anderer Stelle um den Teich. Bei der Auswahl habe sie darauf geachtet, dass die Pflanzen für Insekten und Schmetterlinge gut geeignet sind. Die Katzenminze zum Beispiel, sie blüht lilafarben, lockt Hummeln und Bienen an und blüht zudem zweimal im Jahr.

Stolz ist Nils Johannson auf eine Freilandazalee, die mehr als 100 Jahre alt sei, verrät er. Sie stammt ursprünglich aus einem Park eines Herrenhauses in Schleswig-Holstein. Jetzt ist sie leider schon verblüht. "Aber wenn sie ihre volle Blütenpracht zeigt, sieht sie aus wie ein einziger roter Feuerball", sagt er.

Um den Garten kümmert sich zumeist seine Frau. Sie selbst bezeichnet diesen als Bauerngarten mit Buchsbaum, denn einige Bereiche sind damit abgegrenzt. Figuren wie Eidechse und Adler sorgen für zusätzliche Hingucker. Hinter der Teichanlage hegt und pflegt Catrin Johannson auch Gemüsebeete sowie Erdbeer- und Kartoffelpflanzen. Aber sie müsse verdammt aufpassen. Einer ihrer Dackel, der kleine Julius, gräbt die Erde um. Das sei für diese Hunderasse nicht untypisch. Dackel seien nun einmal Erdhunde, aber im Gemüsegarten sei dies ärgerlich. Deshalb, so sagt sie, müsse sie den Abschnitt wohl noch einzäunen.

Von ihrer erhöhten Terrasse aus hat das Ehepaar einen wunderschönen Blick auf ihr kleines Paradies im Grünen. "Das genießen wir auch", sagt die 71-Jährige. Ihr Kleinod möchte Catrin Johannson auch anderen vorstellen. Deshalb macht sie erstmals bei der Aktion "Offene Gärten" mit. Am 25. und 26. Juni von 10 bis 18 Uhr sind interessierte Gartenfreunde in Demen, Fritz-Reuter-Straße 9, willkommen. Hier sind auch Wollschafe und Kamerunschafe auf einer angrenzenden Weide zu sehen, die das Ehepaar als "Rasenmäher" hält. Und eine Kräuterschnecke im Garten gibt es auch noch.

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