Zerniner Feldsteinkirche mit ihrem Solardach : Himmlische Energie

Elke Oetjens gehörte vor über zehn Jahren zu den Initiatoren der Sanierung der Kirche und den Bau einer Solaranlage auf dem Dach. Als ein gutes Bespiel für die  'Kombination aus umweltgerechter Energiegewinnung und Rettung historischer Bausubstanz'  erscheint die Soloarkirche in einem Deutschlandführer. Annemarie Gelse
Elke Oetjens gehörte vor über zehn Jahren zu den Initiatoren der Sanierung der Kirche und den Bau einer Solaranlage auf dem Dach. Als ein gutes Bespiel für die "Kombination aus umweltgerechter Energiegewinnung und Rettung historischer Bausubstanz" erscheint die Soloarkirche in einem Deutschlandführer. Annemarie Gelse

"Sonne, Wind und mehr" war das Motto am Sonnabend in der Zerniner Pfarrscheune. Verschiedene Aussteller informierten über die regionale Nutzung erneuerbarer Energien.

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15. Mai 2011, 08:54 Uhr

Zernin | Sonne, Regen und Wind beim Sonnenfest in Zernin. "Sonne, Wind und mehr" war auch das Motto am Sonnabend in der Zerniner Pfarrscheune. Verschiedene Aussteller informierten über die regionale Nutzung erneuerbarer Energien. Dabei ist die Zerniner Feldsteinkirche mit ihrem Solardach eine Besonderheit.

Aus der einstigen Ruine ist 2002 eine Solarkirche entstanden. Der Reiseführer "Deutschland - Erneuerbare Energien entdecken" beschreibt das Bauwerk als "Kombination aus umweltgerechter Energiegewinnung und Rettung historischer Bausubstanz". 160 Energieziele aus ganz Deutschland sind in dem Reisehandbuch, das erstmalig für erneuerbare Energien erschien, enthalten. "Es ist etwas Besonderes, dass die Kirche aus vielen Energieobjekten in Deutschland für den Reiseführer ausgewählt wurde", sagt Ernst Schützler, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Bützower Land. Die Jahresleistung der Solaranlage beträgt 15 000 Kilowattstunden. Sie erzielt eine Kohlendioxideinsparung von 15 Tonnen im Jahr. "Die Energie wird uns vom Himmel geschenkt und wir nutzen sie. Mit der Einspeisung des Solardachs ans Netz bezahlt die Kirchgemeinde die Kredite ab", sagt Elke Oetjens. Die Zerninerin brachte das Solardach mit dem Verein zur Förderung der Kirche zu Zernin auf den Weg.

In einer Expertenrunde sprachen Günter Kerfin, Ralf Kähler, Christian Lantermann, Dirk Müller und Dr. Olaf Schätzchen über Wasserkraft, Bürger solaranlagen, regenerative Energieberatung und Bioenergieberatung. Schwierig sei es, geeignete Dächer für Solaranlagen zu finden. "Die Anforderungen an Dachkonstruktionen sind einfach gestiegen. Oft scheitert es an der Statik, da die Dächer nicht tragfähig sind", so Christian Lantermann von der Bürgersolar GbR Bützow. Stefan Burmeister von der Leuchten GmbH Pasewalk informierte über den Einsatz von LED-Lampen für Straßenbeleuchtung. "Das ist auch immer wieder ein Thema in den Gemeinden und kann die Kosten senken."

Auch für die Zerniner Pfarrscheune soll eine regenerative Lösung gefunden werden. "In den 90-ern wurde eine Ölheizung eingebaut. Das ist sehr kostspielig und wir wollen sie eigentlich auch nicht nutzen", so Anja Abdank vom Förderverein Bützower Land. Deshalb könne die Scheune nur im Sommer genutzt werden. "Unsere Wunschvorstellung ist ein Holz-Lehmofen, der durch Spenden und Fördermittel finanziert wird." Derzeit fehle jedoch die finanzielle Kraft.

"Sowohl Besucher als auch die Aussteller waren sich am Ende einig: Das Sonnenfest im Ambiente der Pfarrscheune bot zahlreiche praktische Angebote für die Nutzung der Erneuerbaren Energien", resümiert Vereinschef Dirk Müller.

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