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Engagement mit den "Sächsischen Israelfreunden" : Hilfe für Holocaust-Überlebende

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Sechs Wochen verbrachten deutsche Handwerker und Helfer in Israel, um bei Überlebenden des Holocaust, in Jerusalem und Haifa Wohnraum zu renovieren. Einer der Helfer war Werner Goldmann aus Linstow.

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erstellt am 08.Apr.2011 | 10:16 Uhr

Linstow | Sechs Wochen verbrachten deutsche Handwerker und Helfer jetzt in Israel, um bei Holocaust-Überlebenden, in Jerusalem und Haifa Wohnraum zu renovieren. Einer der fleißigen Helfer war Werner Goldmann aus Linstow. Gemeinsam mit seiner Frau Christiane hat er sich schon mehrmals mit Frauen und Männern aus Sachsen auf den Weg nach Israel gemacht. "Wir haben uns nach dem biblischen Aufruf aus Jesaja 40 Vers 1: ,Gott spricht: Tröstet, tröstet mein Volk! zur Aufgabe gemacht, in Israel, speziell in Jerusalem, Überlebenden des Holocausts ihren Lebensabend zu verbessern", erzählt Werner Goldmann.

Drei Teams mit je 25 Mitgliedern halfen jeweils zwei Wochen mit. Maler, Maurer, Tischler, Akademiker, Hausfrauen - alles Helfer, die ein Herz für Israel und Holocaust-Überlebende haben. Von den "Sächsischen Israelfreunden" organisiert, steht neben den handwerklichen Arbeiten der persönliche Kontakt zu den Überlebenden des Holocaust im Vordergrund. "Wir haben erschütternde Lebensberichte gehört und Anteil genommen", so Werner Goldmann. Aber man habe auch Trost, Zuwendung und gemeinsame Mahlzeiten bei den Renovierungsarbeiten erlebt. Zehn Tage wurde in den Wohnungen gearbeitet oder an anderen Hilfsprojekten, wie zum Beispiel in einem Altenheim für Holocaust-Überlebende in Haifa. Vier Tage lang lernten die Helfer anschließend das Land Israel mit seinen Sehenswürdigkeiten kennen. "Wir bekamen Einblicke in die politische Situation, in Lebensweisen und erkundeten Landschaften, die der normale Tourist so nicht zu sehen bekommt", sagt Werner Goldmann. Hierzu hätten auch Begegnungen mit in Israel lebenden Volksgruppen wie den Drusen und den Beduinen gehört. Auch mit Palästinenser sei man ins Gespräch gekommen.

Finanziert werden die Handwerkerreisen sowie das Material von den Teilnehmern selbst und durch Spenden. "Ich bin immer wieder begeistert und gestärkt, wenn ich von so einem Einsatz komme", so Werner Goldmann. Die Dankbarkeit, Freude und strahlende Augen seien eine ausreichende "Entlohnung" für den finanziellen und persönlichen Einsatz. Auch die gute Gemeinschaft unter den Handwerkern, die alle Christen sind, tue gut. Der 52-Jährige, der in Linstow als Arbeits- und Sozialtherapeut arbeitet, empfiehlt jedem eine Reise nach Israel: "Nur hier erfährt man Dinge und Wahrheiten, von denen in den Medien nur wenig rüberkommt."

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