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Lokales

23. August 2017 | 04:33 Uhr

Highlight trotz magischer 13

vom

Perleberg | Zweifelsohne, es war wieder ein musikalisches Highlight, das Perleberg-Festival am Wochenende, so das Credo der Besucher und Musiker. Dennoch lief nicht alles optimal. Wie sieht es der Veranstalter? Doris Ritzka sprach mit Uwe Steuer vom Freundeskreis Perleberg-Festival.

Wie viele Besucher zog es zum 13. Perleberg-Festival?

Uwe Steuer: Die Abrechnung steht noch aus, insofern kann ich keine Zahlen nennen. Auf jeden Fall waren es mehr als im vergangenen Jahr und da hatten wir rund 1500.

Volles Haus an den Spielorten am Abend, recht übersichtliche die Zuhörerzahl aber zwischen 16.30 und 20 Uhr. Sollte man da nicht doch das Angebot reduzieren?

Gegenfrage, ist es dann noch ein Festival, wird man dann noch diesem Anspruch gerecht? Natürlich kann man darüber nachdenken, am Nachmittag nur eine Bühne zu bespielen. Das sind aber nur meine Gedanken, im Freundeskreis haben wir die Sache noch nicht ausgewertet. Fakt ist aber auch, alles, was man reduziert, ist auch ein Qualitätsverlust.

5000 Euro Fördermittel vom Land kamen nicht. Wurde nun ein Minus eingefahren?

Das kann ich noch nicht sagen. Auf jeden Fall hatte uns das Land optimistisch gestimmt, dass wir mit 10 000 Euro rechnen können. Und damit haben wir eigentlich auch fest gerechnet. Bei einem Minus muss dann eine Lösung gefunden werden. Das Festival haben wir gemeinsam mit der Stadt veranstaltet. Eigentlich bin ich nicht abergläubisch, aber vielleicht war es doch die magische 13 des Festivals, die nicht alles so aufgehen ließ wie geplant. Erst die reduzierten Fördermittel, dann hatte die Band, die Freitagabend spielen sollte, abgesagt und kurzfristig musste Ersatz her. Zudem mussten sich auch etliche Bands Gastmusiker holen, da eine Erkältungswelle die eigenen außer Gefecht setzte. Im Endeffekt haben wir die Sache aber doch gut gemeistert.

Zweifelsohne und gerade darum drängt sich die Frage förmlich auf, warum macht man nicht einfach mehr Werbung dafür? Die Stadt selbst vermittelte am Wochenende kaum den Eindruck, dass hier ein so hochkarätiges Festival stattfindet.

Man sagt, 20 Prozent der Mittel sollten in die Werbung fließen. Wenn 5000 Euro gestrichen werden, kann ich nicht so viel dafür ausgeben. Außerdem, vor jedem Spielort waren Riesenplakate und die Musik war auch nicht zu überhören. Nach 13 Jahren hat sich das Festival etabliert, in der Presse war es angekündigt, im Internet war alles zu finden und auch ein Wurfsendung gab es.

Perleberg-Festival, das 14.?

Wir kämpfen darum. Besucher wie Musiker haben uns immer wieder gesagt, dass wir so ein Highlight am Leben erhalten müssen. Doch ganz ohne Fördermittel wird das nicht klappen. Wir vom Freundeskreis machen schon alles ehrenamtlich. Wir haben gespart, wo es ging. Doch nur zusammenstreichen, da leidet die Qualität, und Qualität ist ein Markenzeichen des Perleberg-Festivals.

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erstellt am 13.Sep.2010 | 05:02 Uhr

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