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Lokales

14. Dezember 2017 | 14:23 Uhr

Hier spielt ab Januar die Musik

vom

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erstellt am 22.Dez.2011 | 01:08 Uhr

Aufgestapelte Kartons, Pappe auf dem Boden und fehlende Türen - das Haus der Musik in der Wallstraße gleicht einer Großbaustelle. Seit Dienstag ist das Rostocker Konservatorium dabei, in seinen neuen Standort einzuziehen. Die ersten Instrumente sind bereits angekommen. Im Büro von Leiter Edgar Sheridan-Braun steht schon der Schreibtisch und der Computer bereit. Das Wichtigste - sein alter Holzschrank - ist bereits eingeräumt. "Das habe ich am späten Dienstagabend noch erledigt", erzählt er. Noten, Partituren und das Große Lexikon der Musik stehen gut sichtbar darin aufgestellt. Auf dem Klavier liegt noch eine Schutzfolie. Am 9. Januar soll in den neuen Räumen der ehemaligen Großen Stadtschule der Unterricht beginnen.

Die Aula wird das Juwel des Hauses

Drei Etagen und ein Keller stehen ab Januar für das Konservatorium und die Musikschule Carl Orff zu Verfügung. Alles ist genau aufgeteilt. "Im Keller ist der Rock-Pop-Bereich, im Erdgeschoss sind neben der Verwaltung auch die Streicher zu finden, im Obergeschoss haben wir die Bläser und unterm Dach lernen die Kleinsten", erklärt der Leiter und fügt hinzu: "Die Aula wird unser Juwel." Da bei den Bauarbeiten der Stuck von der Decke herunterkam, verzögert sich die Eröffnung der Aula jedoch bis Ende Januar. Hier wird dann auch der Landeswettbewerb von "Jugend musiziert" ausgetragen - zum ersten Mal seit sieben Jahren wieder in Rostock. Auch der Probenraum der Philharmonie ist im Haus untergebracht.

Durch die neuen Räume und die moderne Ausstattung verbessert sich sowohl für die Musiklehrer als auch für die mehr als 15 000 Schüler des Konservatoriums der Unterricht. "Endlich sind wir nicht mehr zergliedert, alles findet unter einem Dach statt", so Sheridan-Braun und meint damit den derzeit zweiten Standort des Konservatoriums in der Brinkmanstraße. Auch hier lief der Umzug gestern auf Hochtouren. Ein bisschen Wehmut begleitet die knapp 90 Mitarbeiter in diesen Tagen jedoch trotzdem. "Mit dem Standortwechsel geht ein großes Stück Kulturgeschichte am Schillerplatz zu Ende", sagt Sheridan-Braun. Mehrere Generationen haben hier gelernt und musiziert. Nach 70 Jahren Konservatorium werden dort am 16. Januar offiziell die Türen geschlossen, einen Monat, nachdem das letzte Konzert in dem Haus stattfand. "Wir hoffen, die Tradition auch am neuen Standort weiterzuführen", so der Konservatoriums-Leiter.

Bis dahin gibt es allerdings noch eine Menge zu tun. So müssen fast überall noch die Türen eingesetzt werden. "Ohne diese funktioniert eine Musikschule natürlich nicht", so Sheridan-Braun.

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