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Lokales

18. Dezember 2017 | 19:35 Uhr

Heimatstube erhält neues Gesicht

vom

svz.de von
erstellt am 13.Mai.2010 | 05:48 Uhr

Putlitz | In zartem Gelb und Grün lockt sie schon die Blicke auf sich, die Putlitzer Heimatstube. Doch noch geben sich die Handwerker hier die sprichwörtliche Klinke in die Hand, denn das ehemalige Geschäftshaus, das die Stadt als Museum nutzt, wird umfangreich instand gesetzt.

Über die Städtebauförderung war eigentlich "nur" eine Gebäudehüllensanierung vorgesehen, rund 80 000 Euro dafür veranschlagt, die zu zwei Dritteln gefördert werden. Doch der Eigenanteil der Stadt wird sich nun verdoppeln, denn alles wird , wie so häufig bei Baumaßnahmen, teurer. "Das ist aber nicht den Projektanten anzulasten, sondern hat sich erst bei den Arbeiten ergeben", betont Bürgermeister Bernd Dannemann ausdrücklich. Denn schnell wurde bei den Dacharbeiten auf dem hinteren Teil des unter Denkmalschutz stehenden Hauses deutlich, dass das Gebälk teilweise erneuert werden muss. Gleiches stellte sich dann im Fußbodenbereich raus, wie Projektantin Heike Zellmer erläutert.

Sie informierte sich in dieser Woche bei der Bauberatung über den Fortgang der Arbeiten. Während der Putlitzer Malermeister Jürgen Genz schon den Holzfenster einen frischen Farbanstrich gibt, ist Ingo Reineke von der Putlitzer Trockenbaufirma Poel noch mit Maurerarbeiten am Sockel des Hauses beschäftigt, sorgt beispielsweise mittels einer alten Handwerkstechnik für die Mosaikstruktur im Putz. Eigentlich sollte am 18. Mai zumindest für die Außenarbeiten Bauabnahme sein. Doch dieser Termin, so schätzt Heike Zellmer ein, ist nicht zu halten, gerade auch bei dem jetzt feuchten Wetter trocknet das Mauerwerk nicht so schnell. Durch den langanhaltenden kalten Winter war der Bau ohnehin etwas in Verzug geraten.

Für den Bürgermeister kein Problem. Lieber noch etwas warten, dafür aber Qualitätsarbeit, das ist ihm wichtig. Nach der Bauabnahme, so erklärt Dannemann, könne das Haus, dann ohnehin noch nicht wieder genutzt werden. Zunächst einmal müssen die Innenräume neuen Farbanstrich erhalten. "Getreu dem Denkmalschutz erhalten sie Kalkfarbe. Diese Arbeiten übernehmen wir in Eigenregie." Und dann "geht das große Reinemachen los", beschreibt Dannemann. Und das dürfte sich eine Weile hinziehen, denn die Heimatstube beherbergt eine recht großzügige Ausstellung über das frühere Leben in Putlitz. Die meisten Stücke dafür waren der Gänsestadt zur 1050-Jahr-Feier gespendet worden. Sie alle für die Zeit der Sanierung des Hauses auszulagern, sei nicht möglich gewesen, allein schon wegen Mangels an Ausweichräumlichkeiten. Also wurde alles zusammengeschoben und teilweise mit Folie abgedeckt. Doch Staub und Dreck während der Sanierung dürften in alle Ritzen gezogen sein. Da wartet eine Menge Arbeit, bevor Wohnstube, Küche, Waschküche und die anderen Räume einer ehemaligen Ackerbürgerfamilie wieder eingerichtet sind.

Allerspätestens zum 3. Oktober, wenn die neue Putlitzer Kirchturmspitze feierlich geweiht wird, soll auch die Heimat stube fertig sein. Gehört sie doch zum Ensemble am Kirchplatz.

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