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Lokales

24. November 2017 | 02:51 Uhr

Heimatliches Wiedersehen auf Kuba

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erstellt am 15.Okt.2010 | 11:38 Uhr

Wittenberge/Havanna | Zurück von einem Urlaub auf Kuba, "den wir sofort noch einmal machen würden", setzten sich Wolfgang und Ramona Dombrowski an den Computer. Eine Mail ging an den "Prignitzer". Denn die Krüdener - das Altmarkdorf liegt in der Nähe von Seehausen - hatten Tausende Kilometer von der Heimat entfernt eine Begegnung, von der sie unbedingt berichten wollten. In der gut über zwei Millionen zählenden Metropole Havanna trafen Ramona und Wolfgang Dombrowski auf einen Hauptstädter, der wie sie Wittenberge und die Elbe kennt. "Solche Zufälle gibt es wahrscheinlich nicht oft", sagt das symphatische Ehepaar.

Gemeinsam mit einem befreundeten Paar aus Krüden genossen Dombrowskis nach eigenen Worten herrliche Ferientage in Varadero. "Auf Empfehlung unseres Reiseleiters machten wir eine Havanna-Tour mit einem Taxi. Während der Fahrt kamen wir mit dem gut deutsch sprechenden Taxi-Chauffeur ins Gespräch." Dombrowskis interessierten sich dafür, woher ihr Fahrer so gut die Sprache beherrsche. Er habe in der DDR gearbeitet, erzählt der Mann - in der Nähe von Schwerin. Dombrowskis antworteten auf die Frage, woher sie denn kommen, mit der Nähe zu Magdeburg. Ein Wort folgte dem anderen, "bis wir schließlich bei Wittenberge ankamen". "Unser Taxifahrer war Jorge Piloto. Er hat, wie er erzählte, von 1984 bis 1988 in der Zellwolle gearbeitet, hat die kubanischen Arbeiter betreut." Als Dombrowskis das erzählen, schwingt immer noch Erstaunen in ihren Stimmen mit, "dass es solche Zufälle gibt". "Zum Einkaufen fahren wir nach Wittenberge, das haben wir auch früher schon gemacht. Vielleicht habe ich in der Kaufhalle ja sogar mal neben Herrn Piloto gestanden", meint Ramona Dombrowski. Von der Fahrt durch Havanna und von der Stadt selbst schwärmt das Krüdener Ehepaar.
Fast ist es selbstverständlich, dass sie allen Kuba-Urlaubern empfehlen, bei einer Taxi-Besichtigungstour unbedingt auf Jorge Piloto und sein Taxi, er fährt einen Skoda, zu setzen. In Havanna ist er unter der Telefonnummer 61 -7070 zu erreichen, das steht auf der Visitenkarte, die Dombrowskis als Erinnerung mit nach Hause nahmen. Außerdem fotografierte Wolfgang Dombrowski den heute 57-Jährigen gemeinsam mit dessen Frau, mit den Bekannten aus Krüden und mit Roman Dombrowski. "Das war vor dem Haus von Herrn Piloto. Zum Abschluss unserer Tour hatte er uns zu sich auf einen Espresso eingeladen. Wir hatten den Eindruck, es geht ihm gut. Er sagt aber auch, dass er viel arbeitet", erzählen die Krüdener.

Am Fenster von Pilotos Haus entdeckten die Altmärker das Wittenberger Wappen. Dass er die Stadt nie vergessen hat, belegt auch die Tatsache, dass er bei einem Besuch in Deutschland auch einen Tag für Wittenberge abzwackte.

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