Hebt Flugzeug nicht mehr ab?

svz.de von
27. August 2009, 03:09 Uhr

Schwerin/Hamburg | Ob es weitere Rundflüge mit dem Wasserflugzeug über das Gelände der Bundesgartenschau geben wird, ist derzeit nicht sicher. Nachdem eine Maschine des Veranstalters Clipper Aviation im Hamburger Hafen am Sonnabend verunglückte, wobei zwei Passagiere starben (SVZ berichtete), sei über den weiteren Betrieb in der Landeshauptstadt noch nicht entschieden, sagte eine Sprecherin des größten deutschen Wasserflug-Unternehmens gestern auf SVZ-Anfrage.

Eigentlich will sich das Unternehmen mit Hauptsitz in Hamburg und Stationen in Flensburg und Plau am See fest in Schwerin etablieren. "Wir hoffen, dass wir hier keine Eintagsfliege bleiben", hatte Geschäftsführer Dietmar Knauer Ende Juli gesagt. Seither war ein Wasserflugzeug immer donnerstags sowie auch an Wochenenden vom Schweriner See aus gestartet.

Geplant war vorerst, diese Flüge bis zum Ende der Bundesgartenschau am 11. Oktober fortzuführen. Vorbehaltlich der Genehmigung durch das Verkehrsministerium des Landes wolle Clipper Aviation aber auch über die Buga hinaus in der Landeshauptstadt präsent sein, so Geschäftsführer Knauer kürzlich.

Nach dem Flugzeugunglück im Hamburger Hafen ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Tötung gegen den Piloten. Der 42-Jährige werde psychologisch betreut und könne derzeit noch nicht vernommen werden, sagte eine Polizeisprecherin gestern in der Hansestadt. Das Wasserflugzeug hatte sich am Sonnabend beim Landeanflug auf der Elbe überschlagen. Der Pilot hatte sich leicht verletzt retten können. Seine Passagiere aus Niedersachsen, eine 52-jährige Frau und ihr fünf Jahre älterer Ehemann, starben im Krankenhaus. Wie es zu dem Unfall kam, war auch gestern nicht abschließend geklärt. Geprüft wird, ob das unter den Wasserkufen ausgefahrene Fahrwerk zu dem Unglück führte.

Bereits vor drei Jahren waren beim Absturz eines Wasserflugzeugs in Hamburg fünf Menschen ums Leben gekommen - der Pilot und vier Insassen.

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