HC Empor siegt ohne Glanz

Der Bernburger Uwe Mäuer (m.) hatte es nicht leicht, sich gegen Miroslaw Gudz (l.) und Sven Thormann (r.) durchzusetzen. Foto: Georg Scharnweber
Der Bernburger Uwe Mäuer (m.) hatte es nicht leicht, sich gegen Miroslaw Gudz (l.) und Sven Thormann (r.) durchzusetzen. Foto: Georg Scharnweber

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18. April 2010, 09:01 Uhr

Rostock | Der HC Empor Rostock gewann gestern in der 2. Handball-Bundesliga gegen den Tabellenletzten SV Anhalt Bernburg mit 30:23 (14:12), hat sich dabei aber wahrlich kein Bein ausgerissen. Zwanzig sehenswerte Minuten reichten aus, um die Partie vor 823 Zuschauern für sich zu entscheiden. Damit wurde der fünfte Tabellenplatz in der Nord-Staffel verteidigt.

In den ersten zehn Minuten schien es, als ob Empor an das Ergebnis des letzten Spiels gegen Dessau-Roßlau von 42:27 anknüpfen möchte. Dem 5:1 folgte das 9:3 und alles schien im grünen Bereich. Doch dann wollte der HCE es besonders schön machen, scheiterte am Bernburger Keeper, am Pfosten oder an den eigenen Nerven und plötzlich stand es 9:8 (17.).

Viele Zeitstrafen machten die Partie zerfahren, und es entwickelte sich ein unattraktives Duell zweier schwacher Mannschaften. Empor blieb zwar immer ein, zwei Tore in Front, überzeugend war das aber nicht. Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff wurde Robert Runge rüde von den Beinen geholt. Michal Jerzy Panfil erhielt dafür folgerichtig die rote Karte.

Nach dem Wechsel witterte Bernburg seine Chance, ein oder zwei Punkte von der Küste mitzunehmen. Die Hansestädter versuchten zwar, die zuvor angekündigte offensivere Deckung umzusetzen, doch der SV Anhalt kam trotzdem zum Torerfolg. Der HCE knüpfte auch im Angriffsspiel an das Ende der ersten Hälfte an und vergab zahlreiche Chancen. Nach 45. Minuten stand es 19:19 - alles war wieder offen. Die wenigen Gäste-Akteure gerieten nun aber an ihre konditionelle Grenze und so konnte sich Empor nach dem 22:21 (50.) wieder deutlicher absetzen. Ein 9:2-Lauf ließ das Endergebnis von 30:23 deutlicher aussehen, als es dem Verlauf entsprach.

Rostock: Schröder, Herold - Ehlers 1, Köhler 1, Dethloff 5, Runge 6, Todosijevic 3/1, Höwt, Bruna 4/1, Gruszka 7/2, Gudz, Thormann 3, Zemlin (n.e.). Bernburg: T. Pajung, Lux (n.e.), M. Pajung (n.e.) - Panfil 2, Dude 2, Krause 2, Petersohn, Zwiers, Wartmann 2, Weber 10/5, Mäuer 5, Krug (n.e.) Siebenmeter: Rostock 4/2 (Bruna und Gruszka vergeben je 1), Bernburg 5/5. Zeitstrafen: Rostock 8, Bernburg 10 Minuten (rote Karte für Panfil in der 30.). Schiedsrichter: Maik Bolus/Sven Foitzik (Stockelsdorf/Lübeck). Zuschauer: 823.

Lars Rabenhorst: Ich denke, wir haben sehr gut angefangen, die ersten Minuten konzentriert gearbeitet. Es sah relativ sicher aus, aber dann kam der Schlendrian, wir haben viele einfache Chancen vergeben, viele Fehler gemacht und Bernburg dadurch wieder gestärkt. Eigentlich hätten wir schon mit acht bis zehn Toren führen müssen. In der 2. Halbzeit haben wir nochmal zugelegt, da hat Bernburg dann kräftemäßig nachgelassen. Wir haben sicherlich verdient gewonnen, aber es war nicht attraktiv.

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