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Tierkrematorium in Falkenhagen registriert steigendes Interesse : Haustierbestattungen im Aufwind

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Gut anderthalb Jahre ist es her, dass im Gewerbegebiet nahe der Autobahn 24 mit der Tierfeuer- bestattungen Falkenhagen GmbH das erste Kleintierkrematorium in Ostdeutschland seinen Betrieb aufnahm.

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erstellt am 27.Apr.2011 | 08:31 Uhr

Falkenhagen | Gut anderthalb Jahre ist es her, dass im Gewerbegebiet nahe der Autobahn 24 mit der Tierfeuerbestattungen Falkenhagen GmbH das erste Kleintierkrematorium in Ostdeutschland seinen Betrieb aufnahm.

"Das Geschäft ist erstaunlich gut angelaufen, im ersten Jahre hatten wir rund 4000 Einäscherungen, und die Akzeptanz bei den Tierbesitzern wird immer größer", sagt Geschäftsführer Marcel Hohmeyer. Dies sei vor allem auf die Aufklärungsarbeit zurückzuführen, die Hohmeyer und seine beiden Kollegen neben dem Tagesgeschäft leisten. "Wir wollen das negative Image, mit dem Krematorien nach wie vor behaftet sind, durch größtmögliche Transparenz unserer Arbeit beseitigen. So bieten wir nach Absprache Besichtigungen unserer modernen Krematoriumsanlage und des ,Raumes der Stille, in dem Angehörige von ihren Tieren Abschied nehmen können, an", so Hohmeyer. "Wir wollen einfach zeigen, dass es neben der Entsorgung über den Tierarzt würdevolle Alternativen gibt."

Bislang werden in Deutschland nur zehn Prozent der Haustiere kremiert oder bestattet, der Großteil wird von Tierärzten über die Tierkörperbeseitigung entsorgt, sagt Hohmeyer. Doch auch bei den Veterinärmedizinern habe ein Umdenken eingesetzt. "Immer mehr von ihnen weisen die Tierbesitzer auf unser Angebot hin oder arbeiten direkt mit uns zusammen, um tote Tiere würdevoll zu entsorgen", sagt Hohmeyer.

Inzwischen bedient das Unternehmen Kunden aus allen neuen Bundesländern und aus Niedersachsen. "Dabei ist jeder Tierbesitzer anders. Einer lässt das Tier von uns abholen und erhält die Asche in einer Urne zurück, andere bringen ihren verstorbenen Liebling selbst her und halten sogar eine kleine Trauerfeier ab", sagt Marcel Hohmeyer. "Wir richten uns da voll und ganz nach den Wünschen der Kunden. Die reichen vom einfachen Einäschern bis hin zur Aufbahrung im maßgefertigten und mit Samt ausgeschlagenen Sarg. Grundsätzlich begleiten wir alle Tierbesitzer in ihrer Trauer, dafür sind die Mitarbeiter entsprechend geschult."

Die meisten Anfragen betreffen Hunde und Katzen, häufiger sind auch Meerschweinchen, Kaninchen und Ziervögel. Aber auch exotische Tiere sind schon eingeäschert worden, "von der Schlange über Leguane und Schildkröten bis hin zum Koi karpfen", so Hohmeyer.

Die Asche bekommen die Tierbesitzer in einer Urne mit nach Hause, können sie aufbewahren oder in der Natur verstreuen. "Aber auch die Beisetzung auf einem Tierfriedhof nehmen zunehmend Kunden in Anspruch, wir arbeiten diesbezüglich eng mit Deutschlands ältestem Tierfriedhof in Barsberge nahe Seehausen (Altmark) zusammen, wo sowohl klassische Erdbestattungen als auch Urnenbeisetzungen möglich sind."

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