zur Navigation springen
Lokales

12. Dezember 2017 | 09:30 Uhr

Hauskauf: Güstrow schiebt Sanierung an

vom

svz.de von
erstellt am 12.Sep.2010 | 06:29 Uhr

Güstrow | Die Barlachstadt Güstrow hat beim Thema Immobilien ihre Taktik geändert und setzt auf den Kauf und Wiederverkauf von Häusern und Grundstücken. "Ziel ist es, wertvolle Häuser wie Am Berge 10 bis 12 zu retten, konzentriert Investoren für ganze Quartiere in der Altstadt zu suchen und auf Grundstücken, in denen sich lange nichts bewegt hat, die Sanierung anzuschieben und Schandflecke zu beseitigen. Sind die Eigentumsfragen geklärt, kaufen wir, entwickeln das Projekt und verkaufen wieder", erklärt Bürgermeister Arne Schuldt. Allerdings sei viel langfristig angelegt.

Seit 2006 kaufte die Stadt zwölf Grundstücke: 2006 zwei Häuser, 2007 und 2008 je eins, 2009 drei Häuser und dieses Jahr bisher fünf. Bezahlt wurden Summen zwischen einem Euro und Forderungen im fünfstelligen Bereich. Der Bürgermeister nennt u.a. das herrenlose Haus Gleviner Straße 24/25, 2006 erworben. Nach einer Zwangsversteigerung gehören ebenfalls die Gleviner Straße 23 und der Heiliggeistgang 1 der Stadt. "Wir sind jetzt Eigentümer und wollen es gestalten lassen", führt Schuldt ein Beispiel an, bei dem gleich eine ganze Fläche hergerichtet wird. Ruinen und Anbauten verschwinden und in einer attraktiven Lage können Wohnungen und Geschäfte entstehen. Gleichzeitig soll der Schulhof der Kerstingschule von der Straße in einen hin teren Bereich verlegt werden. Für dieses Areal wird eine denkmalpflegerische Zielstellung erarbeitet und die Stadt ist auf Investorensuche. Zielvorgabe: 2012.

Den gleichen Ansatz gibt es an der Ecke Lange Straße/Gleviner Straße. Das große Eckgrundstück ist in städtischem Eigentum. Zusätzlich bemühte sich die Stadtverwaltung um das Grundstück Gleviner Straße 14 (ehemaliges "Stadt Krakow") und kaufte es ebenfalls. "Dort schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe, denn wir haben eine Ecke in unserem Besitz und können auch dort eine größere Fläche Investoren anbieten", erläutert Schuldt.

Ein Teil dieser Grundstücke stammen aber auch aus Rückerwerb. Das trifft auf die Domstraße 6 zu. Weil Investitionsauflagen nicht erfüllt wurden, ging das Haus vor Gericht wieder an die Stadt zurück. Es steht für 10 000 Euro zum Verkauf, Sanierungsbedarf 2,7 Millionen Euro.

Gleiches gilt für die Lange Straße 44 und 45, die wieder der Stadt gehören. Hier ist das Ziel, Bewegung in den Komplex mit dem Derzschen Hof und dem Eiskeller in der Hollstraße zu bekommen.

Ein weiteres Areal soll am Touristenweg zum Dom saniert werden, die Ecke Kerstingstraße 4/Domstraße 14. Als ersten Schritt kaufte die Stadt die Kerstingstraße 4. Bei der Domstraße gibt es Kontakte zur Erbengemeinschaft.

Einer kompletten Bebauung Baustraße/Schnoienstraße - europaweit ausgeschrieben - steht nach dem Kauf des "Hotels Sonne" nichts mehr im Wege. Ein Angebot hat die Allgemeine Wohnungsbaugenossenschaft (AWG) abgegeben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen