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Lokales

24. September 2017 | 08:59 Uhr

Harte Arbeit bringt Tabellenführung

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erstellt am 31.Okt.2010 | 06:21 Uhr

Am 14. Spieltag der 3. Fußball-Liga hat der FC Hansa am Sonnabend in der DKB-Arena in seiner siebenten Heimpartie 2010/11 den sechsten Sieg geholt. Das mühsam erarbeitete 2:1 (1:1) gegen den 1. FC Saarbrücken brachte den Rostockern zum zweiten Mal in dieser Saison die Tabellenführung.
Aufeinander trafen die beiden tapferen Schneiderlein der Liga: Niemand sonst als Rostock (Unterhaching 7:2) und die Saarländer (7:0 in Jena) hat in der laufenden Serie sieben auf einen Streich geschafft.
Als listig wie die Märchengestalt erwiesen sich aber zunächst nur die Gäste: Aus dem Nichts lief nach Jänickes Ballverlust im Mittelfeld Özbek unbehelligt auf Kevin Müller zu, vollendete souverän zum 0:1 (8.). Da hatte der vermeintlich kleine Aufsteiger den „Riesen“ übertölpelt Doch der Favorit benötigte nicht mal drei Minuten, um das Missgeschick zu bereinigen: Schyrba ließ sich im Strafraum von Zimmermann legen, Wiemann verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum Ausgleich, auch wenn Keeper Marina die Ecke ahnte (11.).

Die Hanseaten waren zweifellos das überlegene Team, wiesen viel Ballbesitz auf, aber leider hatte – wie schon fast in der gesamten zweiten Halbzeit beim vorangegangenen 2:2 in Dresden – die Abteilung Kreativität noch immer Ruhetag. Das erwartete Geduldsspiel war entfacht, wobei der 1. FCS dem 2:1 sogar näher war als die Gastgeber: Zeitz stand nach einem abgefälschten Freistoß von Zimmermann plötzlich völlig frei – und hob die Kugel über die Latte (28.).
Wo war sie nur geblieben, die Ideenvielfalt – der FCH hat doch eigentlich ein (für Drittliga-Verhältnisse) Parade-Mittelfeld?! Doch das agierte behäbig, umständlich. Bei allem erkennbaren Wollen wurde da der Ball vor Ratlosigkeit auch gar zu oft zurück in die eigene Abwehr gespielt. So nahm es gar nicht wunder, dass abermals die Gäste zu einer großen Chance kamen: Kevin Müller lenkte den scharfen Schuss von Zimmermann zur Ecke (54.).

Nach einer Stunde aber platzte der Knoten. Jetzt rannte Hansa machtvoll an. Pannewitz scheiterte mit gutem Kopfball nach Ecke von Lartey noch an Marina bzw. der Latte (62.), doch schließlich reichte ein pfiffiger Moment à la Schneiderlein: Jä-nicke ließ Zeitz stehen und erzwang mit einem energischen Durchbruch die Torlinie entlang und scharfer Eingabe das Tor, das statt des lauernden Schied der vor ihm stehende Forkel besorgte, indem er die Kugel in den eigenen Kasten lenkte (74.).
Danach waren die Blau-Weißen zu verkrampft auf Ballhalten bedacht, konnten sich nicht recht durchringen, auf den ultimativen Konter zu drängen. Da tat dann sogar noch mal Glück not (Kopfball von Mann vorbei/83.).
Erneut schaffte es der FCH nicht, hinten die Null zu halten, was ihm in den ersten sieben Saisonpartien gleich fünfmal gelungen war. Dafür wurde nunmehr bereits zum siebenten Mal ein Rückstand wettgemacht. Parallelen zum 2:1 gegen Braunschweig (vier Minuten nach dem 0:1 Ausgleich durch Wiemann-Elfmeter) taten sich auf. Damals fiel das Siegtor durch Schyrba allerdings erst in der Nachspielzeit.

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