Hansestadt bereitet sich auf Castor vor

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11. Dezember 2010, 07:15 Uhr

Rostock | Auf dem Weg ins Zwischenlager Nord in Lubmin soll der Castor-Transport voraussichtlich noch in diesem Jahr durch Rostock rollen. Atomkraftgegner rechnen damit, dass der Zug am 15. oder 16. Dezember die Hansestadt durchquert. Sie haben bereits jetzt eine Reihe von Protestaktionen geplant. So soll es am Montag eine Demonstration unter dem Titel "Atom-Alarm" auf dem Rostocker Uniplatz geben. Von Dienstag, 14. Dezember, um 15 Uhr, bis zum Ende des Castortransports wollen die Atomgegner am Rostocker Hauptbahnhof eine Mahnwache einrichten. Darüber hinaus sollen weitere Aktionen geplant werden. Auch die Stadtpolitik hat bereits deutlich gemacht, dass sie gegen einen Transport der radioaktiven Abfälle durch die Hansestadt ist. Auf ihrer jüngsten Sitzung hat die Bürgerschaft eine Teilentwidmung des Hafens beschlossen. So soll verhindert werden, dass Atommüll, Brennelemente oder sonstige radioaktive Stoffe über die Kaikante gehen. Außerdem beauftragte die Politik die Verwaltung mit der Erarbeitung eines Sonder schutzplans für Transportunfälle mit hoch radioaktiven Stoffen. Der Stadt seien in diesem Fall jedoch die Hände gebunden, heißt es aus dem Rathaus. Zuständig ist in diesem Fall das Bundesamt für Strahlenschutz (BFS). Die Behörde prüft und überwacht, ob die Sicherheitskriterien nach dem Atomgesetz erfüllt sind und ob die Rechtsvorschriften über die Beförderung gefährlicher Güter eingehalten werden.

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