Hanse Sail: Prüfung verschoben

<strong>Trotz rund einer Million</strong> Besucher gilt die Hanse Sail als ausgesprochen friedliche und unproblematische Veranstaltung.<foto>Georg Scharnweber</foto>
Trotz rund einer Million Besucher gilt die Hanse Sail als ausgesprochen friedliche und unproblematische Veranstaltung.Georg Scharnweber

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26. Juli 2010, 07:57 Uhr

Rostock | Die wegen der Todesfälle auf der Loveparade für gestern angesetzte Sicherheitsüberprüfung der Hanse Sail ist aus Organisationsgründen auf morgen verschoben worden. Holger Bellgardt, Leiter der Großveranstaltung, stellt nach einer ersten Sichtung der Pläne allerdings wenig Handlungsbedarf fest. "Wir sehen keine Veranlassung dazu, etwas zu ändern", sagt er. Das aktuelle System sei in den vergangenen 20 Jahren erprobt worden. Unter anderem hätten sich die einspurige Führung durch den Tunnel am Warnemünder Bahnhof und eine Zweiteilung der Brücke über den Alten Strom bewährt.

Außerdem verteilen sich die erwarteten rund eine Million Besucher anders als in Duisburg auf insgesamt vier Veranstaltungstage. "Das darf man nicht vergessen", sagt Bellgardt. Hinzu komme das anders angelegte Gelände. "Wir haben nicht nur einen Zugang", sagt der Hanse-Sail-Chef. Das Spektakel verteile sich vom Stadthafen bis nach Warnemünde. "Auch, um die Massen zu entzerren, schießen wir gleich zwei Feuerwerke in die Luft - eins im Stadthafen, eins in Warnemünde", sagt Bellgardt. Zudem sei schon 2005 das Marktgeschehen vom Passagierkai zunehmend auf die Promenade verlegt worden, um Platz zu schaffen. "Unser Konzept sieht vor, die gesamte Stadt einzubeziehen", so Bellgardt.

Auch das Publikum auf der Jubiläumssail bestehe nicht wie bei der Loveparade in Duisburg aus vorwiegend jungen Leuten in Feierlaune. "Wir wollen die breite Masse ansprechen", sagt der Büroleiter. Dementsprechend sei auch das Bühnenprogramm ausgelegt. Das reicht vom Shanty-Chor bis hin zu Schlager und DDR-Rock.

Die Hanse Sail werde laut Bellgardt von den Sicherheitsexperten seit Jahren für ihre friedliche Atmosphäre gelobt und gelte als vollkommen unproblematische Veranstaltung. "Nach den Vorfällen von Duisburg ist es aber natürlich, dass wir die Konzepte noch einmal überarbeiten", sagt Bellgardt. Für die nötige Sicherheit während der vier Tage sollen Polizei, Brandschutz- und Rettungsamt sowie ein privater Sicherheitsdienst sorgen.

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