Rostock : Hansas Aufsichtsrat droht scharfer Gegenwind

Der neue Vorstandsboss Bernd Hofmann (links) machte die Kogge trotz der 3. Liga wieder flott. Möglich, dass die Mitglieder des Club dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hans-Ulrich Gienke den Absturz aus der 2. Liga ankreiden werden. Georg Scharnweber
Der neue Vorstandsboss Bernd Hofmann (links) machte die Kogge trotz der 3. Liga wieder flott. Möglich, dass die Mitglieder des Club dem Aufsichtsratsvorsitzenden Hans-Ulrich Gienke den Absturz aus der 2. Liga ankreiden werden. Georg Scharnweber

Dem FC Hansa Rostock steht ein heißer Abend bevor. Morgen findet ab 19 Uhr in der Stadthalle die Mitgliederversammlung des Vereins statt. Der Abstieg in der vergangenen Sason könnte zu hitzigen Diskussionen führen.

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23. November 2010, 08:27 Uhr

Rostock | Dem FC Hansa Rostock steht ein heißer Abend bevor. Morgen findet ab 19 Uhr in der Stadthalle die Mitgliederversammlung des norddeutschen Traditionsvereins statt - erstmals in der Drittklassigkeit. Der Abstieg in der vergangenen Saison mit den dazugehörenden Begleiterscheinungen könnte zu hitzigen Diskussionen zwischen den Mitgliedern und der Vereinsspitze führen.

Dabei dürfte weniger der aktuelle Vorstand sondern vielmehr der Aufsichtsrat in den Mittelpunkt der Kritik rücken. Vor allem die große finanzielle Schief lage des Klubs hat das höchste Kontrollorgan in aller Konsequenz mitzutragen. So soll Hansa im zurückliegenden Jahr nicht 1,9, sondern knapp 4,5 Millionen Euro Miese gemacht haben. Spielerverpflichtungen, wie die von Andreas Dahlén (auf der letztjährigen Mitgliederversammlung verkündet) und Helgi Valur Danielsson (Januar 2010), wurden abgenickt und erwiesen sich später jedoch als teure Flops.

Dagegen wird die sportliche Führung um Manager Stefan Beinlich - der, obwohl zum Zeitpunkt der zurückliegenden Mitgliederversammlung noch gar nicht im Amt, damals schon allgegenwärtig war - und Trainer Peter Vollmann wohl gehörigen Rückenwind erhalten. Mit der Spitzenposition nach 17 Spieltagen sowie der augenscheinlich vorhandenen Chance auf eine direkte Rückkehr ins deutsche Fußball-Unterhaus haben die wenigsten Sympathisanten des Vereins gerechnet. Nicht von ungefähr werden Rufe nach Vertragsverlängerung mit den beiden Erfolgsgaranten laut. Für Vorstandschef Bernd Hofmann ist das ganz normal: "Wir lassen uns aber nicht von außen unter Druck setzen und werden diese Dinge gewohnt seriös abarbeiten. Wir wollen mit dem Chefcoach und Stefan Beinlich weitermachen, wenn sie es auch wollen. Dazu werden wir uns austauschen und im Trainingslager während der Winter-Vorbereitung erste Gespräche führen."

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