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Lokales

26. September 2017 | 20:18 Uhr

Hansa Vorreiter bei "Jugend forscht"

vom

svz.de von
erstellt am 20.Okt.2010 | 09:14 Uhr

Rostock | "Jugend forscht": Als Überzeugungstäter, aber natürlich auch aus finanziellen Zwängen heraus schickt der FC Hansa mehr und mehr Youngster aus den eigenen Reihen in das Abenteuer 3. Liga. "Wir müssen mit den Möglichkeiten klarkommen, die wir haben. Und die sind bescheiden", sagte Trainer Peter Vollmann schon vor der Saison und schrieb Talentförderung ziemlich weit oben in sein Konzept, mit dem er die neue Chefetage zu überzeugen versuchte. Mit Erfolg und dank der Vorarbeit in Hansas anerkannter Nachwuchsakademie mit einer kontinuierlichen Steigerung.

In Torhüter Kevin Müller rückte mittlerweile bereits der dritte Spieler aus der Rostocker A-Jugend, die im Sommer deutscher Meister wurde, in die erste Elf auf. Müllers ansprechender Einstand beim 2:1-Heimerfolg über den 1. FC Heidenheim am vergangenen Sonnabend gefiel auch Trainer Vollmann, der eigentlich Jörg Hahnel nach dessen Genesung wieder ins Tor des Wiederauf stiegsaspiranten stellen will. Aber abwarten. "Natürlich möchte ich immer spielen, ganz klar. Ich will mich im Training immer wieder anbieten", kündigte der talentierte Keeper, ein Neffe des ehemaligen Hansa-Torhüters Martin Pieckenhagen, Kampfbereitschaft an.

Dieser Biss hat auch Angreifer Lukas Albrecht im Sauseschritt in die erste Elf befördert. "Wenn mir in der vergangenen Saison jemand gesagt hätte, dass ich das so schnell schaffen könnte, hätte ich sofort eingeschlagen", sagte der erst 19 Jahre alte gebürtige Neubrandenburger und hat bereits die Konsequenzen gezogen. Sprich Vertragsverlängerung. "Ich fühle mich in Rostock absolut wohl und bin überzeugt, dass ich mich hier am besten weiterentwickeln kann."

Das glaubt auch Kevin Pannewitz. Als Supertalent gepriesen und als Enfant terrible gescholten, hat sich der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler mit seinen Ecken und Kanten zu einem Stützpfeiler der neuen Hansa-Truppe entwickelt. Und so einer muss auch schon mal die eine oder andere Breitseite vertragen. "Er war komplett überfordert, hat viele Fehler produziert und muss noch viel lernen", kritisierte Vollmann seine "Sechs" nach dem letzten Zittersieg, den Hansa mit einer Startelf erkämpfte, die im Schnitt gerade mal 23 Jahre alt war.

Da geht es nicht nur bergauf. Das weiß der erfahrene Hansa-Trainer, ist auf Rückschläge eingestellt und hält weiter Ausschau nach neuen Müllers, Pannewitzens und Albrechts. Zu allererst vor der eigenen Haustür. Talente wie U17-Nationalspieler Tom Trybull (17) oder Moris Fikic (19), dessen Tore Hansas A-Jugend zur Meisterschaft verhalfen, durften im Training schon mal zur Probe vorspielen. Und wer weiß, aus solch einem Spaß wird manchmal früher Ernst als gedacht.

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