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Lokales

15. Dezember 2017 | 22:54 Uhr

Hansa vergibt zweiten Matchball

vom

svz.de von
erstellt am 20.Apr.2011 | 09:36 Uhr

Rostock | Der FC Hansa hat auch seinen zweiten Matchball vergeben und steht nach dem gestrigen 0:1 (0:1) gegen den SV Sandhausen noch immer nicht ganz als Aufsteiger in die 2. Fußball-Bundesliga fest. Allerdings spielte Verfolger Offenbach nur 2:2 gegen VfB Stuttgart II (Ausgleich für die Gäste 90.+1), so dass die Rostocker vier Partien vor Saisonende zwölf Punkte vor dem neuen Dritten Wehen Wiesbaden liegen und so gut wie durch sind.

Es war das erste Abend-Heimspiel der Ostseestädter in der laufenden Saison. Eine Mittwochs-, keine Montags-Partie, gottlob! Denn solche gibt’s nur in der 2. Liga, zudem scheint über dieser „Erfindung“ aus Sicht des FCH ein Fluch zu liegen: Seit dem 26. Februar 2007 (2:1 in Duisburg) hat Hansa zum Wochenanfang 16-mal (!) vergeblich versucht, einen Dreier einzufahren (sechs Unentschieden, zehn Niederlagen). Aber das wird ja (hoffentlich) erst 2011/12 wieder ein Thema sein Davon abgesehen scheinen den Ostseestädtern Partien in den eigenen vier Wänden unter Flutlicht generell nicht zu bekommen.

Personell war die relevanteste Frage: Wer würde den gesperrten Schyrba als Rechtsverteidiger vertreten? Trybull tat’s, nicht der gesundete Ziegenbein - der kam wie immer im Mittelfeld zum Einsatz. Darüber hinaus stürmten im Vergleich zum 0:3 in Saarbrücken weder Schied noch Vujanovic. Albrecht bildete die einzige Spitze - eine große Überraschung.

Die Blau-Weißen setzten durch Jänicke, der den Ball ans Außennetz beförderte statt zum frei stehenden Albrecht, den ersten Akzent (6.). Kurz darauf kombinierte Hansa in der eigenen Hälfte ungestüm, Lartey passte viel zu scharf, Ballverlust, Flanke Danny Blum, Löning ist mit dem Kopf zur Stelle – 0:1 (8.). Die restlichen 37 Minuten bis zum Pausenpfiff gab es Bemühungen der Rostocker, doch waren diese geprägt von ungenügenden Annahmen, miserablen Pässen, Ideenlosigkeit. Hinzu kamen grobe Fehler, wie sie einem verunsicherten Abstiegskandidaten unterlaufen und nicht einem kommenden Zweitligisten. Die Rostocker enttäuschten über alle Maßen. Bedenklich war vor allem, dass eigentliche Leistungsträger wie Lartey und Ziegenbein zu den Schwachpunkten zählten. Gelobt werden konnte fast nur Jänicke, der immer wieder anzog. Zum Beispiel eingangs der 21., als er zur Mitte schwenkte, abdrückte und nur knapp das rechte obere Eck verfehlte, oder in der 42., als er beim Schuss gestört wurde.

Die Blau-Weißen hatten 2010/11 bis dahin ausnahmslos immer verlorene Partien auf der Stelle mit Siegen beantwortet, und das wollten sie auch nach der siebenten „Nullrunde“ tun, der Blamage von Saarbrücken. Doch daraus wurde nichts. Die Fans trieben ihre Mannschaft unentwegt an, auch am Wollen lag es nicht, aber es war der Wurm drin. Da wollte einfach keine Linie reinkommen, bissen sich die Gastgeber die Zähne aus an den alles dicht machenden Sandhausern. Nach gut einer Stunde gab es mal eine halbe Chance: Flanke Pelzer, Kopfballverlängerung Lartey, doch die Kugel kam etwas zu hoch, als dass sie Robert Müller sauber hätte treffen können (61.). Wenig später wechselte Trainer Vollmann mit Vujanovic für Pannewitz den zweiten Stürmer ein. Es kam aber nichts dabei heraus, obwohl namentlich Pelzer jetzt sehr viel Betrieb machte und auch selbst beherzt den Abschluss suchte (73.). Für die letzten zehn Minuten kam auch noch Schied in die Partie, Hansa rannte jetzt mit drei Angreifern an – es nützte alles nichts. Ziegenbeins Schuss (89.) war die letzte Chance.

TRAINER PETER VOLLMANN:
Es durfte nicht passieren, dass wir nach acht Minuten in Rückstand geraten, und das Ergebnis ist natürlich nicht zufriedenstellend. Aber die Mannschaft hat einen Riesenaufwand betrieben. Ich konnte nicht feststellen, dass irgendeiner resigniert hat. Es ist auch schwer, gut Fußball zu spielen gegen einen Kontrahenten, der so massiv hinten drin steht. Natürlich wurde auch in der einen oder anderen Situation fehlerhaft gespielt, aber ich kann es nicht verstehen, wenn da einer ruft, wir woll’n euch kämpfen seh’n. Die Mannschaft hat auch mit der Brechstange bis zur letzten Minute alles versucht, noch den Ausgleich zu erzielen. Wir versuchen jetzt alles, um bei Bayern München II alles klar zu machen.

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