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Hansa-Spieler kicken mit Schülern vom Michaelshof

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erstellt am 07.Okt.2010 | 08:22 Uhr

Rostock | Die Spieler des FC Hansa haben gestern samt Trainerstab den Michaelshof in Gehlsdorf besucht. Dabei wurden die verschiedenen Arbeitsbereiche in den Behindertenwerkstätten besichtigt, Autogramme verteilt und sogar die begeisterten Schüler der St. Mi-chael-Förderschule zu einem kleinen Fußballspiel herausgefordert.

"Es macht Spaß, zu sehen, wieviel Freude man allein durch seine Anwesenheit bereiten kann", so Matthias Holst. Der Abwehrspieler war positiv überrascht vom Interesse der sechs- bis 18-jährigen Schüler, die zur Begrüßung der Spieler fast alle Fantrikots trugen.

Der Michaelshof beherbergt neben der Förderschule auch mehrere Werkstätten, in denen Tischler- und Montagearbeiten die teils schwerstbehinderten Menschen in ein soziales Leben integrieren sollen. Produk-

tionsleiter Detlef Henker erklärte der Mannschaft die Aufgabe der Werkstätten. "Unsere Stärken hier liegen klar in der Handarbeit, wo möglichst wenig Maschinen zum Einsatz kommen", sagte Henker. So auch in den Dienstleistungsbereichen, wie der Wäscherei und in der Grünpflege.

Die vor zwei Tagen neu eröffnete Stätte für die 19-köpfige Fördergruppe wurde ebenfalls stolz präsentiert. Hier werde versucht, die Schwerstbehinderten auf den Alltag vorzubereiten, wohingegen die Werkstatt die Menschen nach Möglichkeit für eine selbstständige Tätigkeit ausbildet, erläuterte Henker den Spielern. Doch auch Sport und Spaß kämen für die Mitarbeiter der Behindertenwerkstätten nicht zu kurz.

Jede Werkstatt hat eine Fußballmannschaft

"Jede unserer Niederlassungen in Rostock hat eine eigene werkstattinterne Fußballmannschaft", erklärt Doreen Blaahs, Sprecherin vom Michaelshof. Zusammen mit der stellvertretenden Schulleiterin Ines Fritzsche begrüßte sie die Mannschaft des FCH, als diese aus dem Mannschaftsbus stieg. Dabei umringten die staunenden Förderschüler sofort die Profi-Spieler. Ihren Idolen kamen sie dabei erstmals zum Greifen nah.

Der 28-jährige Holst zeigte sich bewegt: "Es ist einfach toll, so etwas machen zu können. Wir kommen viel zu selten dazu." Der Sportkoordinator des Vereins, Axel Schulz, erklärte: "Wann immer es sich zeitlich machen lässt, besuchen wir Einrichtungen wie die evangelische Fördereinrichtung in Gehls dorf." Auch er war sichtlich erfreut über die vielen Fans, die sich beim Kicken mit den Profis ins Zeug legten. Dabei kam sogar das ein oder andere schusskräftige Talent zum Vorschein. "Einige hatten eine Fackel, das ist nicht zu glauben", so Holst.

Nach dem Spielen und der Führung der Mannschaft durch die Anlagen des Hofes fanden sich die jungen und älteren Schüler sowie Bewohner des Michaelshofes im Speisesaal zusammen. Völlig aus der Puste vom Spiel, verabschiedete sich das Team des FCH mit einer ausgedehnten Autogrammstunde.

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