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Lokales

23. August 2017 | 21:46 Uhr

Hansa per Elfmeter zum Auswärtssieg

vom

Erfurt | Im ersten Auswärtsspiel der Fußball-Drittklassigkeit kam der FC Hansa gestern Nachmittag beim FC Rot-Weiß Erfurt zu einem aufgrund der zweiten Hälfte verdienten 1:0-Erfolg.

Vor 12 519 Besuchern, davon mindestens 2500 aus Rostock, erwischten die Gastgeber den besseren Start im Steigerwaldstadion. Die Thüringer setzten den FC Hansa unter Dauerdruck und kamen nach einem Missverständnis zwischen Michael Wiemann und Jörg Hahnel zur ersten verheißungsvollen Möglichkeit, nachdem Letzterer im Durcheinander den Ball aufnahm. Der Unparteiische Christian Ban-durski entschied auf Rückpass - Freistoß neun Meter vor dem Tor. Jedoch gab es viel Lärm um Nichts: Reichweins Versuch wurde geblockt, der Nachschuss ging drüber (5.). Gegenüber kam Wiemann bei einem Freistoß von Mohammed Lartey einen Schritt zu spät (8.).

Hansa fand sich zunehmend besser zurecht, stellte sich vor allem auf die härtere Gangart der Erfurter im Vergleich zu Aalen beim Saisonauftakt ein. Aufgrund zahlreicher Zweikämpfe und Ungenauigkeiten spielte sich das Geschehen hauptsächlich zwischen den Strafräumen ab. Zwei Schüsse von Erfurts Thomas Ströhl konnten Lartey und Kevin Pannewitz blocken (jeweils 26.). Für die Ostseestädter scheiterte Enrico Neitzel aus 20 Metern mit einem Flachschuss an RWE-Keeper Dirk Orlishausen. Folgerichtig ging es nach einer mäßigen Hälfte torlos in die Kabinen.

Mit mehr Schwung kehrten die Gäste zurück auf den Rasen. Ein Schuss von Tobias Jänicke (54./Orlishausen zur Ecke) sowie ein Versuch von Wiemann (55.) waren die ersten Achtungszeichen.

Nach einer Stunde sorgten die FCH-Fans für einen Zwischenfall, als sie auf den Rängen Feuerwerkskörper abbrannten. Es gab eine etwa einminütige Unterbrechung. Die Erfurter Anhänger "antworteten" mit einem Knallkörper. Auf dem Feld kühlte sich das Geschehen jedoch immer mehr ab. Rostock mühte sich, hatte aber Probleme bei der Spielgestaltung. Gelungene Kombinationen über mehrere Positionen hatten Seltenheitswert.

Doch in der Schlussphase zog Hansa noch einmal an. Nach einem Ballgewinn von Pannewitz schickte dieser Radovan Vujanovic, dessen Querpass aus dem gegnerischen Strafraum geschlagen wurde (75.). Drei Minuten später setzte Peter Schyrba einen Kopfball nach Flanke von Robert Müller an den rechten Pfosten. Dann großes Entsetzen bei den Einheimischen: Schiedsrichter Bandurski entschied auf Handelfmeter. Verursacher Martin Pohl monierte, zuvor gestoßen worden zu sein.

Nach endlosen zwei Minuten des Wartens schritt FCH-Abwehrchef Michael Wiemann zur Ausführung und verwandelte mit einem überlegten Schuss in die rechte Ecke souverän (83.). Wenig später hätten Marcel Schied (scheiterte per Kopf) sowie Lartey (87.) den Sack endgültig zubinden müssen.

Am Ende spielte dies aber keine Rolle mehr. Erfurt war konsterniert. Den Thüringern fiel nichts mehr ein, der FC Hansa feierte den zweiten Sieg im zweiten Spiel der Saison.

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erstellt am 01.Aug.2010 | 06:44 Uhr

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