FC Hansa Rostock: 2:0 bei Rot Weiss Ahlen : Hansa nachträglich Herbstmeister

Björn Ziegenbein dreht jubelnd ab, Ahlens Torwart Maczkowiak  ist zum ersten Mal bezwungen. „Zieges“ zwölfter Saisontreffer zum 1:0 brachte gestern Abend den 2:0 Auswärtssieg des FC Hansa auf den Weg. Inside-Picture
Björn Ziegenbein dreht jubelnd ab, Ahlens Torwart Maczkowiak ist zum ersten Mal bezwungen. „Zieges“ zwölfter Saisontreffer zum 1:0 brachte gestern Abend den 2:0 Auswärtssieg des FC Hansa auf den Weg. Inside-Picture

Der FC Hansa kam in einer Nachholpartie des 19. Spieltages bei Rot Weiss Ahlen zu einem 2:0-Erfolg. Mit nunmehr 50 Zählern liegen die Ostseestädter nur noch zwei Punkte hinter Spitzenreiter Eintracht Braunschweig.

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09. Februar 2011, 09:56 Uhr


Der FC Hansa kam gestern Abend in einer Nachholpartie des 19. Spieltages bei Rot Weiss Ahlen zu einem 2:0-Erfolg. Mit nunmehr 50 Zählern liegen die Ostseestädter – bei einem Duell Rückstand – nur noch zwei Punkte hinter Spitzenreiter Eintracht Braunschweig. Der Vorsprung auf die Verfolger Offenbach und Wehen Wiesbaden wurde sogar auf zehn ausgebaut. Und ganz nebenbei sicherte sich der FCH die verspätete Herbstmeisterschaft.

Erwartungsgemäß rückte Tom Trybull – wie schon ab der 10. Minute beim 2:0 in Koblenz – ins Team und ersetzte Martin Stoll (Oberschenkel-Verletzung). Ansonsten vertraute Coach Peter Vollmann der gleichen Elf wie am vergangenen Sonntag. Doch wie vor drei Tagen kamen die Hanseaten nur schwer in die Gänge. Sie bemühten sich um Ball- und Spielkontrolle, ließen aber das nötige Tempo vermissen, um die aggressiven und mutig agierenden Gastgeber in Gefahr zu bringen. Folgerichtig hatte Ahlen in einem niveauarmen Duell die besseren Möglichkeiten: Book (drüber/15.) und Ghasemi-Nobakht (Jörg Hahnel lenkt 25-Meter-Freistoß zur Ecke/ 23.).

Erst in den Schlussminuten der ersten Hälfte wurde die Begegnung deutlich munterer. Eine flache Eingabe von Ghasemi-Nobakht rutschte durch den Hansa-Strafraum. Zum Glück verpasste auch Hille den Ball, sonst hätte es 1:0 für die Hausherren gestanden (39.). Nur wenig später blockte Trybull einen Versuch vom auffälligsten Ahlener Ghasemi-Nobakht (41.). Doch auch die Rostocker nahmen nun offensiv an der Partie teil. Sebastian Pelzer flankte, und Björn Ziegenbein zog direkt ab. Aber Wölk stand im Weg (43.). Nur eine Minute später Jubel auf Seiten der Ostseestädter und leider Rauchwolken im Fanblock: Marcel Schied hatte eine Ziegenbein-Flanke eingeköpft. Doch der Assistent hob die Fahne – Abseits. Die Freude war aber nur kurz aufgeschoben. Mohammed Lartey schickte mit einem Traumpass über 30 Meter Ziegenbein, der alleinstehend vor Maczkowiak die Nerven behielt und überlegt zum 1:0 für den FCH einschob (45.+2). Für „Ziege“ war es bereits der zwölfte Saisontreffer.

Nach dem Wechsel sahen die gut 3500 Zuschauer, davon rund 1000 aus Rostock, anfangs dominantere Norddeutsche. So wurde ein Kopfball von Schied nach Lartey-Ecke im letzten Moment von der Linie geschlagen (50.). Jedoch gab sich Rot-Weiss noch nicht geschlagen. Hahnel musste bei einem Kopfball von Fleßers auf der Hut sein (60.). Auf der Gegenseite fand anschließend sowohl eine Schied-Flanke als auch eine Eingabe von Robert Müller keinen Abnehmer (68., 69.). Wenig später aber doch das 2:0: Kevin Pannewitz nahm einen hohen Ball mit der Brust an und versenkte ihn per Direktabnahme im Ahlener Kasten (70.).

Während die Gastgeber nun wild anrannten und versuchten, den Anschluss zu markieren, ergaben sich für den FCH mehr Freiräume zum Kontern. Lartey bediente den eingewechselten Vujanovic, dessen Versuch jedoch gerade so von Manstein zur Ecke gelenkt wurde.

Einziger Wermutstropfen eines abgezockten und erfolgreichen Ausflugs an die Werse: die fünfte gelbe Karte für Sebastian Pelzer. Damit fehlt der Kapitän am Sonnabend im Heimspiel gegen den SV Werder Bremen II.

Trainer Peter Vollmann:
Es war die erwartet schwere Begegnung. Wir haben lange gebraucht, um zu gefährlichen Aktionen zu kommen. Mohammed Lartey hat dann einen richtig guten Pass auf Björn Ziegenbein gespielt. So erzielten wir noch vor der Halbzeitpause das 1:0. Das brachte uns Erleichterung und Sicherheit in den Aktionen. Mit dem 2:0 konnten wir noch mehr davon aufbauen. Mit dem Ergebnis und der Leistung bin ich zufrieden. Wir brauchen aber im Moment sehr viel Kraft, um unser Spiel anzutreiben. Es ist manchmal nicht so leicht, wie es von draußen aussieht. Einen großen Respekt vor der Leistung der Ahlener Mannschaft, die soviele Verletzte hat.

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