Rostocker verteidigen die Spitze : Hansa fegt Regensburg vom Platz

Foto: Georg Scharnweber
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Foto: Georg Scharnweber

Der FC Hansa hat am Sonnabend vor 10 500 Zuschauern in der DKB-Arena mit einem begeisternden 5:0 (2:0) über den SSV Jahn Regensburg am vorletzten Spieltag der Hinrunde der 3. Fußball-Liga die Tabellenführung verteidigt.

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28. November 2010, 06:51 Uhr

Der FC Hansa hat am Sonnabend vor 10 500 Zuschauern in der DKB-Arena mit einem begeisternden 5:0 (2:0) über den SSV Jahn Regensburg – Kategorie „Dankbarer Gegner“ – am vorletzten Spieltag der Hinrunde der 3. Fußball-Liga 2010/11 die Tabellenführung verteidigt.

Es war davon ausgegangen worden, dass Trainer Vollmann vom System mit zwei Sechsern und nur einer Spitze, das zuletzt 2:1-Siege in Sandhausen und Wiesbaden wert war, wieder abrücken, in den eigenen Wänden angriffslustiger aufstellen würde. Doch er änderte die Start-Elf nicht. Die Rostocker also erneut in einem 4-2-3-1, wobei Lartey sich viel vorn mit hinein orientierte und so Sturm-„Alleinunterhalter“ Schied entlastete.

Dem FCH gelang das erhoffte schnelle Tor: Nach einer abgewehrten Ecke köpfte Ziegenbein exakt auf den völlig blank stehenden Schied, der per Seitfallzieher das 1:0 erzielte (6.). Nur fünf Minuten danach kommt der Ball über Robert Müller und Jänicke erneut gefährlich in den Strafraum der Gäste: Deren Verteidiger Maul rutscht aus, und abermals Schied vollstreckt konzentriert ins rechte Eck - 2:0! Damit war erst mal Ruhe im Schiff.

Nachdem die Regensburger den Schock allmählich verdaut hatten, versuchten sie Maßnahmen einzuleiten, um zum Anschluss zu gelangen. Zweimal (19./etwas kurz geratene Rückgabe von Wiemann, 21.) war Stoilov frei durch, doch stets auch der aufmerksame Kevin Müller eher zur Stelle. Kurz darauf fälschte Stoll ans Außennetz des eigenen Gehäuses ab (25.). Die Blau-Weißen hingegen taten zwar bis zur Pause nicht mehr als nötig, Torgefahr entwickelten sie dennoch: Schied schließt unter Bedrängnis ab (23.), Jahn-Keeper Hofmann muss nach einem Freistoß von Lartey die Fäuste zur Hilfe nehmen (28.), schade, Ziegenbein bekommt die Kugel nicht, wie er sich das dachte, zu Schied weitergeleitet (36.).

Mit dem dritten Treffer – auch er fiel recht zügig nach dem (Wieder-) Anpfiff – war die Punkteverteilung an diesem Nachmittag geregelt. Schyrba hatte Tobias Schweinsteiger den Ball abgenommen, über Wiemann gelangte er zu Ziegenbein. Der „Phänomenale“ zog ab und traf schon wieder, zum neunten Mal in dieser Saison, wobei Hörnig unhaltbar abfälschte (52.).

Gegnerische Hilfe bekam auch Jänicke, der nach dem Abpfiff strahlend ankündigte, „jetzt den Rostocker Weihnachtsmarkt unter die Lupe nehmen“ zu wollen. Keiner stellte sich ihm ernsthaft in den Weg, als er über links das Tempo anzog und ihm die Kugel ins vordere Eck abrutschte – 4:0 (64.).

Jetzt machten die Mecklenburger die hilflosen Gäste endgültig fertig: Ziegenbein leitet ein, Pelzer passt präzise zur Mitte, dort ist inzwischen Ziegenbein eingetroffen und schiebt die Pille mühelos ins Netz - 5:0, Saisontor Nr. 10 für den Mittelfeldmann (76.), der in der 86. Minute zudem mit einem Gewaltschuss fast eine Beule in den Pfosten kloppte.

5:0 gewonnen, alle waren zufrieden, nicht zuletzt angesichts des Umstandes, dass erstmals nach zehn Partien hinten wieder die Null stand, nachdem die Hanseaten von den ersten sieben Saisonspielen fünf ohne Gegentor gewannen.

Trainer Peter Vollmann

Wie schon vor dem Spiel gegen Wehen Wiesbaden habe ich der Mannschaft gesagt, dass die Gegner uns kennen. Daher haben wir versucht, mit unserer taktischen Umstellung und der Umformierung in einem Heimspiel, den Kontrahenten zum Nachdenken zu zwingen. Heute ist dann auch alles optimal gelaufen. Bereits in der Anfangsphase haben wir aus zwei Chancen zwei Tore gemacht, was natürlich sehr zur Beruhigung des Spiels beigetragen hat. Kurz nach der Pause machten wir schnell das 3:0, was letztlich die Entscheidung war. Die Mannschaft hat weiter nach vorner gespielt und man konnte sehen, dass sie unbedingt noch weitere Tore erzielen wollte.

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