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FC Hansa Rostock : Hansa einen Punkt vorm Aufstieg

vom

Nach dem 1:0 vor 24 200 Zuschauern gegen die SG Dynamo Dresden hat der FC Hansa 70 Punkte und damit 17 Punkte Vorsprung auf Platz drei. Der Aufstieg in die 2. Liga naht.

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erstellt am 10.Apr.2011 | 07:52 Uhr

Nach dem 1:0 vor 24 200 Zuschauern – solch eine Kulisse gab’s in Rostock seit über elf Monaten nicht mehr – gegen die SG Dynamo Dresden hat der FC Hansa 70 Punkte und damit 17 (!) Vorsprung auf Platz drei. Nur 18 sind in der 3. Fußball-Liga 2010/11 noch zu vergeben. Es ist nicht mehr aufzuhalten: Der FCH kehrt nach einjähriger „Verbannung“ auf direktem Wege in die 2. Bundesliga zurück! Es fehlt – angesichts des deutlichen Vorteils auch in der Tordifferenz – aus sechs verbleibenden Partien noch ein Unentschieden, dann ist auch Offenbach aus dem Rennen, der einzig verbliebene Konkurrent.

Trainer Vollmann behielt die taktische Grundordnung vom 2:1 in Heidenheim bei, nur dass Ziegenbein zurück in die Start-Elf durfte und dafür Pannewitz wich.
Ziegenbein setzte auch den ersten Akzent. Seine Flanke sah gar nicht so verheißungsvoll aus, aber Gäste-Torwart Kirsten hatte alle Mühe, die Fingerspitzen noch dranzukriegen (8.). In der 14. Minute besorgte nach einer Ecke von Lartey ausgerechnet der vermeintlich Defensivste zwischen Abwehr und Sturm, der etatmäßige „Sechser“ Robert Müller, das 1:0. Wobei er davon profitierte, dass sich Jungnickel und Jungwirth gegenseitig behinderten, Letzterer bei seinem Rettungsversuch (Rückzieher im Sitzen) ein Luftloch schlug.
Getreu der Trainer-Vorgabe, nach Toren – egal für wen – nicht in Aufgeregtheit zu verfallen, sondern das Ereignis gewissermaßen erst mal sacken zu lassen, übten sich die Hanseaten in der Folgezeit in Verwaltung. Was ihnen die Sachsen mit ihrer Harmlosigkeit allerdings auch recht einfach machten. Dynamos einzige erwähnenswerte Möglichkeit war ein zu hoch geratener Schuss von Esswein (29.).

Wie fast schon gewohnt, drehten die Blau-Weißen vor der Pause noch mal auf. Es gab u. a. Freistoß am rechten Strafraumeck. Lartey führte aus, doch der Ball blieb in der Mauer hängen (43.).

In der zweiten Halbzeit ging’s ruhig weiter. Normale Konzentration reichte aus, um die Gäste in Schach zu halten. Die Mecklenburger hatten alles im Griff, wobei sie sich in erster Linie auf defensive Sicherheit konzentrierten. Größere Fehler unterliefen ihnen nicht. Als Chance der Dresdner konnte nur ein Schuss von Koch, der seltsam vom Rasen absprang und Torwart Hahnel an der Schulter traf, gerechnet werden (60.) – bis in der 84. Minute Wiemann dann doch ein schwerwiegender Lapsus unterlief: Aus dem Nichts lief Esswein allein auf Hahnel zu, kam auch vorbei, feuerte jedoch den Ball aus spitzem Winkel über die Latte.

Es war die einzige Gelegenheit zum 1:1. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Ostseestädter den Sack längst zugebunden haben müssen. So besaß Vujanovic eine hochkarätige Kopfballchance, bekam aber nicht genug Druck hinter die Kugel (67.). Müller stand vor der absoluten Krönung seiner starken Leistung, doch zischte sein Linksschuss aus bester Position um Zentimeter am Pfosten vorbei (72.).

Auch nach dem Absicherungswechsel Abräumer Pannewitz für Angreifer Schied (73.) waren die Gastgeber torgefährlicher. Der in der Mitte blank stehende Lartey z. B. haute eine feine Flanke von Ziegenbein volley über den Balken (78.).

Den Sieg wie auch den so gut wie feststehenden Aufstieg bejubelte gemeinsam mit den Fans das neue Ehrenmitglied des FCH, der Neubrandenburger Kanute An-dreas Dittmer, u. a. dreifacher Canadier-Olympiasieger.

TRAINER PETER VOLLMANN:

Dresden war gut eingestellt, machte die Räume eng. Wir wollten auf keinen Fall verlieren, nichts aufs Spiel setzen. Wir haben vom 1:0 gezehrt. Letztlich überstanden wir die Partie ohne Gegentor. Nicht auf Grund des Spiels, aber der Chancen gewannen wir verdient. Wir nutzten die eine 100-prozentige und ließen die 90-prozentigen aus. Die große richtige Idee hatte Dresden nicht, um uns in Verlegenheit zu bringen – das haben wir selbst gemacht. Bei dem Fehler von Michael Wiemann ist mir das Herz in die Hose gerutscht. Für uns war es mit neun Punkten eine optimale englische Woche. Ich kann aber allen
sagen, dass es rechnerisch noch nicht vorbei ist.

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