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Hansa und HB Køge trennen sich im Testspiel 2:2 : Hansa dem Sieg deutlich näher

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FC Hansa hat sich am Sonnabend in Kühlungsborn von HB Køge 2:2 getrennt. Die Rostocker waren nach dem 0:2-Schreck letztlich dem Sieg deutlich näher als der Superligaen-Aufsteiger.

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erstellt am 03.Jul.2011 | 06:29 Uhr

Kühlungsborn | Fußball-Zweitligist FC Hansa hat sich am Sonnabend auf dem Sportplatz Ost in Kühlungsborn von HB Køge (1. Liga Dänemark) 2:2 getrennt. Die Rostocker waren nach dem 0:2-Schreck (2.) letztlich dem Sieg deutlich näher als der Superligaen-Aufsteiger.

Wie gewohnt präsentierte sich der Rasen der Anlage, auf der der Landesligist FSV Kühlungsborn zu Hause ist, 2006 aber ebenso schon die Nationalmannschaft zum Training gastierte, als prächtiger Teppich. Wenn es auch ein vollgesogener war, denn das Wetter erwies sich als - auf gut Dänisch - "elendig" (erbärmlich): Es regnete fortwährend.

Ziegenbein bereitet beide Rostocker Treffer vor

Schon nach 50 Sekunden hieß es durch einen Kopfball von Nicolaj Madsen 0:1 (Peter Schyrba fälschte ab). Kurz darauf bauten die Skandinavier mit einem von Tobias Thomsen abgeschlossenen Konter über die rechte Seite ihren Vorsprung aus.

Spätestens aber mit dem 25-Meter-Hammer von Sebastian Pelzer (13./von Torwart Morten H. Jensen zur Ecke gelenkt) war Hansa drin in dieser Partie und bestimmte sie fortan recht deutlich. Mehrfach fehlte nicht viel zum Anschlusstreffer (6. Tino Semmer, 8. Marcel Schied, 19. Ziegenbein/Freistoß, 21. Ziegenbein/schöner Vorstoß, 24. Ziegenbein, 36. Schied/Hinterhaltschuss).

Die beste Chance bis dahin tat sich Marek Mintál auf nach Zusammenwirken abermals mit Ziegenbein (39./gehalten). 0:2 hieß es zur Pause.

Schließlich gelang das eigentlich längst überfällige 1:2: doppelter Doppelpass Mintál - Ziegenbein mit finaler Vorbereitung von Letzterem, Semmer brauchte nur noch den Töppen hinzuhalten (53.).

Es folgte die einzige erwähnenswerte Möglichkeit des Teams von der größten dänischen Insel Sjælland in der zweiten Halbzeit: Einen Kopfball von Madsen nach Freistoß beförderte Keeper Jörg Hahnel über die Latte (58.).

Doch das Geschehen bestimmten weiterhin die Rostocker. Ziegenbein (62./Freistoß knapp vorbei und 63./aus vollem Lauf zur Ecke abgewehrt), Semmer (64./Kopfball) und Pavel Koštál (69./per Kopf nach Freistoß von Ziegenbein) war der Ausgleich nicht vergönnt. Der eingewechselte Lucas Albrecht besorgte ihn schließlich aus Nahdistanz nach feiner Vorbereitung von Ziegenbein (70.).

Danach stürmten die Hanseaten voll auf Sieg und gestalteten den Rest des Vergleichs erfreulich einseitig. Semmer (85.) und Tobias Jänicke (89.) waren nicht weit vom 3:2 entfernt, fallen wollte es jedoch nicht mehr.

FC Hansa: Hahnel (74. K. Müller) - Schyrba (64. Pannewitz), Wiemann, Koštál, Pelzer - R. Müller - Ziegenbein (78. Blum), Perthel (46. Jänicke) - Mintál (74. Weilandt) - Semmer, Schied (64. Albrecht)

Tore: 0:1 Madsen (1.), 0:2 Thomsen (2.), 1:2 Semmer (53.), 2:2 Albrecht (70.).

Zuschauer: 800

>> Ähnlichkeiten mit dem WM-Finale 1954

Auf den Tag genau heute vor 57 Jahren, am 4. Juli 1954, fand das WM-Finale der Sepp-Herberger-Elf gegen Ungarn statt. Wie es der Zufall will, wies der Verlauf dieses legendären Spiels Ähnlichkeiten mit dem Hansa-Test am Sonnabend auf. Auch damals lagen die Deutschen bei strömendem Regen schnell 0:2 zurück (8.), nur kamen sie im Gegensatz zu den Rostockern letztlich noch zum Sieg. Man hätte teilweise sogar eins zu eins auf die seinerzeitige Original-Reportage von Herbert Zimmermann (1917 – 1966) zurückgreifen können: „ führt 2:0, eine unerhörte Nervenbelastung für unsere Mannschaft das Spiel ist außerordentlich schwer, denn es ist so glatt, so rutschig auf diesem Rasen AMinuten noch keiner wankt – der Regen prasselt unaufhörlich hernieder, aber die Zuschauer harren aus“ usw.


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