Hannes Winter kämpft für Wassersport in seinem Heimatort

Macht sich stark für den Wassersport in Warnemünde: Hannes Winter.
Macht sich stark für den Wassersport in Warnemünde: Hannes Winter.

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13. März 2010, 09:19 Uhr

Ein Warnmünner Jung hat sich hier seinen Traum erfüllt. Hobby und Beruf vereint. Hannes Winter ist Diplomkaufmann, leidenschaftlicher Surfer und mehr als Bastler im Kleinen. In den Rucksäcken an der Wand in seinem Eckladen in der Friedrich-Franz-Straße verbergen sich zwölf Quadratmeter große Drachen aus Segeltuch, unerlässliches Zubehör zum Kitesurfen, zum Spiel mit dem Wind und den Wellen. In seiner Werkstatt konstruiert, schneidet und presst er individuell gefertigte Skimboards. Das sind leichte, stromlinienfömig aufgeplusterte Scheiben, mit denen der Wassersportler vor allem die Brandungszone abreiten kann.

Hannes Winter ist kein Träumer. Wie würde er sonst auch vor seinem gerade vor einem Jahr geborenen Sohn Len dastehen. Seine Frau, ebenfalls diplomiert in Betriebswirtschaft, teilt seine Leidenschaft zum Wassersport. Die Diplomarbeit des heute 26-Jährigen war die Grundlage für den Schritt in die Selbstständigkeit, als er sich mit den organisatorischen Voraussetzungen und betriebswirtschaftlichen Bedingungen beschäftigte.

Als Kind schon bestaunte er seinen Vater beim Windsurfen. Mehr noch seinen Onkel Ralph-Holger Junge und seine Tante Petra Junge, die in der Garage der Gartenstraße ihre Bretter bauten und es zu DDR-Meister-Ehren schafften. Mit 20 Jahren legte Hannes erfolgreich seine Lehrerlizenz für das Kitesurfen ab. Heute steckt er seine Nase eigentlich nur noch in den Wind, um zu wissen, wann er ganz schnell nach Feierabend noch an den Strand vor der Haustür muss. Hannes Winter lebt für den Wassersport in seinem Heimatort. Deshalb war er auch dabei, als kürzlich der Bebauungsplan für den Strand im Ortsbeirat vorgestellt wurde. Eine Ausarbeitung, in der Sport an den Rand des Strandes gedrängt wird, weitab zu den Buhnen hin in Richtung Neuer Friedhof. Er ist enttäuscht, dass so mit den Bedürfnissen junger Leute umgegangen wird: "Wir sind doch eine Universitätsstadt. Warum hört man nicht auf uns, die wir der jungen Generation angehören. Wir wollen nicht nur am Strand faulenzen, sondern aktiv sein. Windsurfen ist Bestandteil eines jeden Touristenortes und aus den Regattaplänen der Hanse Sail nicht mehr wegzudenken. Wenn vernünftig eine keilförmige Auslegung der Begrenzungsbojen für den Einstieg erfolgt sowie rechts und links eine deutliche Beschilderung auf das Surfen hinweist, verirrt sich kein Kleinkind zum Burgenbauen hierher", sagt Winter. Er habe den Eindruck, dass das, was die amtierenden Touristiker nicht verstehen, womit sie sich nicht aktiv beschäftigt haben, erst mal vorsichtshalber verboten wird.

Winter will für den Wassersport in Warnemünde in vielerlei Hinsicht kämpfen. Deshalb macht er sich Gedanken über ein Sponsoring für junge Segler. "Denn wo könnte man besser mit Wellen und Wind spielen als hier. Und nach uns kommt wieder eine Generation!"

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