Handschellen klickten

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09. April 2010, 05:57 Uhr

Sternberg | Auch für den zweiten Täter, der Ende März eine Sternberger Tankstelle überfallen hatte (SVZ berichtete), klickten inzwischen die Handschellen. Wie von Peter Lückemann, Sprecher der Rostocker Staatsanwaltschaft, gestern zu erfahren war, handelt es sich um Nico H., einen 19-Jährigen aus Laage, dem Bruder des bereits kurz nach der Tat von Sternberger Polizeibeamten an Ort und Stelle verhafteten 20-Jährigen Christian H.

Beide Täter - sie gelten als Heranwachsende - sind inzwischen voll geständig und sitzen in der Justizvollzugsanstalt Neustrelitz. Ihnen wird schwere räuberische Erpressung vorgeworfen. Eine Tat, so Lückemann, die mit einer Haftstrafe nicht unter drei Jahren geahndet wird. Natürlich müsse noch entschieden werden, ob nach Jugend- oder nach Erwachsenenstrafrecht geurteilt wird. Der Termin für das Verfahren stehe ebenfalls noch nicht fest, so Lückemann.

Maskiert und mit vorgehaltener Waffe - sie entpuppte sich als Schreckschusspistole - forderten Ende März die zwei Täter spätabends von einer Angestellten der Tankstelle Bargeld und bedrohten sie. Weil ein unbeteiligter Tankkunde nach einigen Minuten vorfuhr, flüchteten die beiden mit ihrer in einen Rucksack verstauten Beute. Sofort wurde die Polizei alarmiert und der aufmerksame Tankkunde konnte den Beamten genau den Fluchtweg der Männer beschreiben.

Sternberger Polizisten fassten nach einem kurzen Spurt Christian H. und stellten auch das Fahrzeug der Täter sicher. Im Kofferraum fanden die Beamten die Papiere des zweiten Täters, der allerdings für kurze Zeit flüchten konnte. Viele Sternberger wurden auf die Geschehnisse aufmerksam, weil von der Polizei zur Verfolgung des Flüchtenden ein Hubschrauber mit großen Scheinwerfern angefordert wurde. Er kreiste ergebnislos mehrere Stunden über die Stadt und die angrenzenden Gartenanlagen.

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