Hagenows Feuerwehr ist auch über Weihnachten voll einsatzbereit

Teile des Löschzugs der Hagenower Wehr im Brandeinsatz im Herbst in Goldenitz.Archiv
Teile des Löschzugs der Hagenower Wehr im Brandeinsatz im Herbst in Goldenitz.Archiv

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24. Dezember 2010, 01:57 Uhr

Hagenow | Feiertage, die gibt es für die Kameraden der Hagenower Wehr zwar auch aber mit einigen Einschränkungen. Grundsätzlich, so berichtete Wehrleiter Steffen Kasulke gestern im SVZ-Gespräch, halte die Wehr mindestens einen Löschzug vor. Der besteht aus ca. 20 Kameraden und vier Einsatzfahrzeugen. Damit kann das Tagesgeschäft ohne Weiteres erledigt werden, von der Hilfe bei Verkehrsunfällen über den in Hagenow leider üblichen Papiercontainerbrand bis hin zu hoffentlich nicht nötigen größeren Einsätzen.

Für die Einsatzleitung gibt es noch strengere Bestimmungen, sechs Mann teilen sich hier den Dienst, um volle Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. Zu den aktiven Leuten der Wehr gehören etwa 60 Mann. Für den Dienst über die Feiertage ist von den Zugführern eine namentliche Liste der Leute vorbereitet worden, die dann auch zur Verfügung stehen müssen. Wichtig sind dabei Maschinisten oder die Träger von Atemschutzgeräten. Wer eingeteilt ist, bekommt einen der 35 "Pieper" und muss dann mit Alarmierungen rechnen. Fahrten zu weit entfernten Verwandten oder ähnliche Ausflüge sind dann erst einmal nicht möglich. Es sei denn, der Betreffende kümmert sich um Ersatz. Die Rufmelder oder Pieper kommen nur bei "stillem Alarm" zum Einsatz, geht die Sirene, eilen alle verfügbaren Feuerwehrleute in die Wache, um auszurücken. Normalerweise erreicht die Hagenower Wehr eine Ausrückezeit von vier bis fünf Minuten nach Sirenensignal.

Das Einsatzgebiet der Wehr betrifft nicht nur die Stadt Hagenow mit ihren Ortsteilen sondern auch z. B. große Bereiche der Autobahn A 24 von Bandenitz bis Ludwigslust und in die andere Richtung bis Wittenburg. Wehrführer Kasulke, der in diesen Tagen auch seine Ausbildung zum Verbandsführer in Malchow erfolgreich abgeschlossen hat, bedankte sich bei seinen Frauen und Männern für enorm hohe Einsatzbereitschaft und auch bei den Arbeitgebern in der Region, die die Arbeit der Wehr unterstützen und die Kameraden für Einsätze problemlos freistellen. Kasulke: "Ich weiß aus anderen Bereichen, dass dies heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist."

Im vergangenen Jahr herrschte zu Weihnachten einigermaßen Ruhe, dafür gab es mehr in der Silvesternacht zu tun.

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