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„Demokratie leben“ Boizenburg : Zweiter FairFriday am 21. April

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Das Kulturfest im Rahmen von „Demokratie leben“ feiert seine Neuauflage auf dem Marktplatz. Am Abend spielen zwei angesagte Bands

svz.de von
erstellt am 22.Mär.2017 | 07:00 Uhr

H.K.D.N.S. wurde bei seinem Graffiti-Workshop quasi von den Kids zwischen fünf und 15 Jahren überrannt, beim Siebdruck standen die Mädchen teilweise zwei Stunden Schlange und beim Yoga-Workshop war keine Matte mehr frei - das war der erste FairFriday im letzten Jahr. In diesem Jahr wird es daher eine Neuauflage geben, „FairFriday 2.0“. Veranstalter sind die Stadt mit Jugendpflegerin Elke Rudolf, Doreen Mitter von der Koordinierungsstelle „Partner für Demokratie“ und die Jugendinitiative „Fair bockt“. Diesmal steigt das bunte Fest am 21. April von 16 bis 22 Uhr auf dem Marktplatz.

„Das ist ja ein Demokratie- und Kulturfest. Und der Marktplatz ist das Zentrum der Stadt und damit der Demokratie in Boizenburg“, erklärte Manuel Albrecht von „Fair bockt“ den Umzug vom Fairhafen auf den Markt. „Unser Fest richtet sich eigentlich an alle“, meint das Organisationstalent. Egal, ob das Kinder, Jugendliche, Familien oder Ältere seien. „Uns geht es mit dem FairFriday darum, ein faires Miteinander in der Stadt zu finden. Das Fest soll ein Beispiel dafür sein.“ Schon an den Vorbereitungen seien viele verschiedene Menschen beteiligt. „Im Großen und Ganzen sehe ich die Entwicklung in Boizenburg positiv“, sagt der Sozialpädagoge im SVZ-Gespräch am gestrigen Internationalen Tag gegen Rassismus. Allerdings gebe es auch immer noch Vorfälle wie die rechten Schmierereien in den vergangenen zwei Wochen am Bahnhof, in der Richard-Markmann- oder in der Reichenstraße. Auch würde er oft immer noch schräg angesehen, wenn er im Alltag mit Freunden aus dem Libanon oder Afghanistan unterwegs sei.

Die Initiative „Fair_bock (t)“ gründete sich 2016
Die Initiative „Fair_bock (t)“ gründete sich 2016 Foto: Bisho Abdalla
 

„Bei unserem FairFriday ist uns ganz wichtig, dass keins von unseren Angeboten etwas kostet. Geld ist ein Mittel der Ausgrenzung und Ausgrenzung führt zu Diskriminierung und Rassismus.“

So können sich also wieder alle, die das wollen, beim Siebdruck und in der Herstellung von Buttons ausprobieren, mit der Freiwilligen Feuerwehr und mit Hilfe von Wasser Dosen umwerfen oder sich von der Willkommens-Initiative mit internationalen Speisen verwöhnen lassen. Für den Graffiti-Workshop kommen erneut Mitglieder der Street Art School St. Pauli in die Elbestadt.

„Vom Kino bekommen wir Werbeaufsteller, die die Kids besprühen können“, so Manuel Albrecht. „Das könnte man dann auch mal ausstellen.“

Diesmal wird es auch eine Pflanzaktion zusammen mit dem Jugendfreizeithaus „Luna“ geben. Dann können 20 Pflanzenkübel bepflanzt werden, die danach in der Königstraße aufgestellt werden. Dort haben schon verschiedene Geschäfte zugesagt, sich in Zukunft um die Pflanzen kümmern zu wollen.

Beim ersten FairFriday herrschte riesiger Andrang beim Siebdruck.
Beim ersten FairFriday herrschte riesiger Andrang beim Siebdruck. Foto: kfri
 

Absolutes Highlight für das Abendprogramm wird der Auftritt der Band „The TiPS“ aus Düsseldorf sein. Die drei Musiker mischen Reggae mit Punk, Ska sowie Soul und sind damit auf Erfolgskurs. Seit der Veröffentlichung ihres letzten Albums „Twists’n’turns“ vor 13 Monaten ist die Band ununterbrochen auf Tour: Nach Boizenburg kommt sie gerade von einer Serie mit Gigs in Großbritannien und spielt danach in Hamburg. Zwei der Bandmitglieder, Faf und Jay, sind tief in der Skaterszene verwurzelt, weshalb auch Helge Tscharn, seines Zeichens Mitarbeiter des Monster Skateboard Magazins und Skateboard-Fotografen-Ikone, die Musiker für dieses Album in Szene setzte.

„Ich fand die gut und habe mich einfach an den Manager gewandt. Die Band fand unsere Veranstaltung gut und der Manager hat mir auch noch gleich ‘Scrap?!’ empfohlen, die jetzt als zweite Band spielen“, erklärt Manuel Albrecht das Zustandekommen dieses vielversprechenden Konzertprogramms. Also Boizenburger, kommt in Massen!

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