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Brückenfest Darchau : Zusammen feiern, erinnern, hoffen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Beim dritten Brückenfest kamen Menschen beiderseits der Elbe zusammen / Fest soll auch auf die noch fehlende Elbquerung weisen

von
erstellt am 03.Okt.2014 | 19:54 Uhr

„Wahnsinn! So viele Leute!“ - das waren gestern in Darchau beim Brückenfest sowohl von den Veranstaltern als auch von den Besuchern sehr häufig getätigte Ausrufe. Wer von einem der Parkplätze über den Deich kam, blieb erstmal stehen, um sich von dort aus das Getümmel an zu schauen, und um sich dann anschließend selbst da hinein zu stürzen.

„Wir waren noch beim Aufbauen, als schon die Ersten so gegen halb Zehn ankamen, obwohl die offizielle Eröffnung ja erst um 11 Uhr war“, so Ingunn Wittkopf, die zum 16-köpfigen Organisationsteam gehörte und die zusammen mit Sabine Wittkopf, Beate Wisniewski und Schulsozialarbeiterin Alice Pippig die vielen Angebote für die Kinder betreute.


Menschen kamen von hüben und drüben


Die Gemeinde Amt Neuhaus, der Verein Brücken bauen und andere Vereine hatten das Brückenfest, das als eine Begegnung von Ost und West verstanden werden will, zum dritten Mal auf die Beine gestellt. Und jedes Mal stieg die Anzahl der Besucher. Im vergangenen Jahr waren es 7000 Menschen, die sich da im Elbvorland begegneten. Gestern waren es wohl noch wieder mehr. „Wir sind nur froh, dass wir die Veranstaltungsfläche verdoppelt haben. Die Leute hätten sich sonst auf den Füßen gestanden“, meinte Jörg Sohst, bei dem alle Fäden zusammenliefen und der beim Blick vom Deich aus im Gespräch mit Marco Puls schon aufzählte, was im nächsten Jahr noch wieder besser gemacht werden könnte.

Bei eben diesem Blick über die Elbe konnte man auch sehen, dass die Fähre „Tanja“ oft für einige Zeit mitten auf der Elbe stehen blieb. Des Rätsels Lösung: man kam mit dem Abkassieren der Fährkosten nicht hinterher. „Ich habe noch nie so lange über die Elbe gebraucht wie heute“, meinte Uwe Meyer, Bürgermeister aus Nahrendorf.

Wer denn endlich da war auf dem Gelände, der konnte an den Buden Verschiedenes an Speisen und Getränken bekommen und sich unter den großen Sonnensegeln einen Platz suchen. Auf der gegenüberliegenden Seite waren die Zelte mit der Ausstellung zu „25 Jahre Mauerfall“ aufgebaut. Auch dort drängten sich die Menschen vor den Ausstellungstafeln oder sahen Filmdokumente. Auf der Bühne war immer was los und für jeden Geschmack etwas dabei. Als gegen 14 Uhr die „Schrotttrommler“ aus Lüneburg ihren Auftritt hatten, konnte man die Gruppe schon von der Fähre aus hören. Moderator Gerald Schmidt nahm den Trommlern das Versprechen ab, im nächsten Jahr wieder zu kommen. Strahlende Gesichter bei den Organisatoren. „Wir haben wieder mächtig Glück mit dem Wetter“, freute sich Bürgermeisterin Grit Richter. Und wie es aussehe, komme man auch mit den Spenden hin. Spannend auch, wie viel Geld Besucher noch in die große Milchkanne gesteckt haben, die prominent auf dem Platz aufgestellt war.

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